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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Auf ſchaum'gem Roſſe über blauer Tiefe; Wann auf der Planke du auf Tod und Leben Kannſt kämpfen mit Gefahr um deine Ehre. Die ſchöne Wüſte, die du maleſt, würde Ein Grab nur ſein noch nicht geborner Thaten; Zugleich mit deinem Schilde würde roſten Dein freier Sinn. Nein, das ſoll nicht geſchehn! Nicht ich will ſtehlen meines Frithjof Namen Hinweg aus Skaldenliedern, will nicht löſchen Des Helden Ehr' in ihrer Morgenröthe. Sei weiſe, Frithjof; weiſe laß uns weichen Den hohen Nornen; laß zum mindeſten Die Ehr' uns retten aus des Lebens Schiffbruch; Des Lebens Glück iſt nicht zu retten mehr. Wir müſſen ſcheiden. Frithjof. Warum müſſen wir? Weil ſchlummerlos dir eine Nacht verſtrich? Ingeborg. Weil mein Werth und der deine Rettung heiſchen.

Frithjof. Des Mannes Liebe macht den Werth des Weibes.

Ingeborg. Es liebt der Mann nicht länger als er achtet. Frithjof. Haltloſe Laun' erwirbt nicht ſeine Achtung. Ingeborg.

Gefühl fürs Rechte das iſt edle Laune. Frithjof. Nicht ſtritt dagegen geſtern unſre Liebe. Ingeborg. Auch heute nicht, doch deſto mehr die Flucht.

Frithiof. Nothwendigkeit gebietet ſie, o komm!