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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Der alte Hilding mit dem Silberbarte,

Trat vor und ſprach in Worten voller Weisheit,

In kräft'gen Sprüchen, die wie Schwertſchall klangen. Auch Halfdan, der ſich hob vom Königsſitze,

Bat ſelber viel mit Worten und mit Blicken. Vergebens war es; eitel jede Bitte. So ſtrahlt der Sonnenſchein auf Klippen fruchtlos, Er locket kein Gewächs von ihren Herzen;

und König Helges Antlitz blieb ſich gleich,

Ein bleich ausſehend Nein auf menſchlich Bitten. „Dem Bondenſohne,“ ſprach er drauf verächtlich, Könnt' Ingborg werden, doch der Tempelſchänder Paßt wenig, däucht mir, für die Walhalltochter.

Du Frithjof, bracheſt du nicht Balders Frieden! Sahſt du die Schweſter nicht in ſeinem Tempel,

Als ſich der Tag verbarg vor euerm Frevel?

Ja, oder Rein.“ Da tönte laut ein Ruf

Im Männerringe: „Sprich bloß Nein, ſprich Rein! Wir trauen deinem Wort, wir frein für dich,

Du Thorſtens Sohn, du gleich den Königsſöhnen! Sprich Rein, ſprich Nein, und dein iſt Ingeborg!“ — „Mein Lebensglück hängt ab von einem Wort,“ Sprach ich, „doch ſolls, o König, dich nicht ſchrecken Richt lügen will ich mich in Walhalls Freude,

Nicht ein in die der Erde. Deine Schweſter

Sah ich und ſprach zu Nacht mit ihr im Tempel, Doch Balders Frieden brach ich darum nicht.“ — Hier mußt' ich ſchweigen. Ein Getös des Schreckens Flog durch das Ting; die mir die Nächſten ſtanden, Sie flohn hinweg, als wär' ich peſtbefallen.

Wohin ich ſah, da hatte Wahnesthorheit

Jedweden Mund gelähmt; die Wangen waren Kalkweiß, die jüngſt noch froh von Hoffnung glänzten. Da ſiegte Helge. Jetzt mit einer Stimme

Verſteckt und finſter, wie der todten Wala

In Wegtamsqwida, da ſie ſang vor Oden

Der Aſen unglück und von Helas Siegen,

So finſter ſprach er: „Landflucht oder Tod