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Da kommt ſie ganz in ihrem Prangen! Vergieb, o Sonne, was ich bat!
Ein heil'ger Schauer faßt mich Bangen; Ich fühls, daß eine Gottheit naht! Ower, wie du, ſo hehr und mächtig Zu ſeiner Laufbahn träte auf,
Und ſtolz und froh, gekleidet prächtig In Licht und Sieg, vollbrächt den Lauf!
Hier vor dein hohes Aug ich ſtelle, Was Schön im Nord du ſaheſt nur; Nimm ſie in deine Hut, du Helle! Sie iſt dein Bild auf grüner Flur. Ihr Herz iſt rein wie deine Strahlen, Ihr Aug' iſt wie dein Himmel klar, Das Gold, das deine Blicke malen, Trägt ſie in ihrem Lockenhaar.
Leb wohl, Geliebte! Einer neuen
Und längern Nacht ja harren wir.
Noch dieſen Kuß der Stirn, der treuen, Und dieſen noch den Lippen hier.
Schlaf nun, und träum von mir, erwache Am Mittag, zähle ſehnſuchtsvoll
Die Stunden, ſo wie ich, und fache
Die Liebesgluth! Lebwohl, lebwohl!
6 Der Abſchied.
Ingeborg.
Schon wird es Tag, doch immer nicht kommt Frithjof. Gleichwohl ward geſtern ſchon das Ting gehalten
Auf Beles Grab; der Platz war gut gewählt;
Dort ſollt' entſcheiden ſich der Tochter Schickſal.
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