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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Geſang und Licht, ach, ſie verkünden uns eine Welt ohn Harm und Sorg; Und dieſe Welt, ſie möcht' ich finden Mit dir, mit dir, o Ingeborg!

O weine nicht! noch ſtrömt das Leben In meinen Adern, weine nicht!

Doch Lieb' und Männerträume heben Gern ſchwärmend ſich zum Himmelslicht. Ach, ſchlingſt du deinen Arm nur wieder um mich, ruht nur dein Blick auf mir, Wie leicht lockſt du den Schwärmer nieder Von Götterſeligkeit zu dir! — —

„Horch, dort die Lerche!“ Nein, im Haine Girrt eine Taub' in ſüßer Luſt;

Noch ſchläft im Reſt auf grünem Raine

Die Lerche an der Gattin Bruſt.

Die Glücklichen! denn ihnen bringet

Der Tag nicht Trennung noch Gefahr,

Frei leben ſie, zur Wolke ſchwinget

Sich frei hinauf das frohe Paar.

„Schau Tagesdämmern!“ Rein, die Flammen Der Bake leuchten öſtlich dort.

Noch können ſprechen wir zuſammen,

Poch iſt die theure Nacht nicht fort.

Spät komme heut mit deinem Schimmer, Verſchlaf dich, goldner Tagesſtern!

Für Frithjof magſt du ſchlafen immer

Bis Ragnaröck — er ſieht es gern.

Doch eitel iſt es dies zu hoffen; Es wehet ſchon ein Morgenhauch. Des Oſtens Roſen ſind ſchon offen,

So friſch ſind Ingborgs Wangen auch. Sieh dort in klarer Wolke Flimmern

Der Sänger Schaaren zwikſchernd ziehn; Das Leben rauſcht, die Wogen glimmern, Der Liebende, die Schatten fliehn.