Druckschrift 
Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Am Abend uns dein Brautlied neu.

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Nicht irdiſch iſt, vom Himmelsbogen Stammt meine Liebe; flieh ſie nicht! Im Himmel ward ſie groß gezogen, Heim ſehnt ſie ſich zum Himmelslicht. O wer doch ſchon dort oben weilte, Wer jetzt, mit dir dem Tod geweiht, Als Sieger zu den Göttern eilte, Umarmt von ſeiner blaſſen Maid!

Wenn dann die andern Kämpfer reiten Durchs Silberthor hinaus aufs Feld, Dein wartend ſäß' ich dir zur Seiten,

Als treuer Freund dir zugeſellt.

Wenn rings zum Mahl Walkyren bringen Das Methhorn mit dem goldnen Schaum, Mit dir allein nur würd' ich klingen,

Nur ſüßem Flüſtern geben Raum.

Und eine Laube an den Fluthen Würd' ich erbaun, an blauer Buchtz Wo ſicher wir im Schatten ruhten, Im Hain mit ſeiner goldnen Frucht. Und ſtrahlte Walhalls Sonne nieder, Wie klar, wie herrlich iſt ihr Schein! Dann ſähen wir die Götter wieder, Voll Sehnſucht doch nach uns allein.

Mit Sternen würd' ich dir bekränzen Die Stirne, deiner Locken Gold,

Im Wingolfſaale unter Tänzen

Dich roſig röthen, Lilie hold!

Bis daß ich aus dem Tanz dich trüge

Zum Friedenszelt der Lieb' und Treu, Wo Brag' im Silberbarte ſchlüge

Wie ſingt die Droſſel dort im Haine!

Das Lied kommt von Walhallas Strand. Wie glänzt der Sund im Mondenſcheine! Der Schein kommt aus der Todten Land.