Druckschrift 
Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
Einzelbild herunterladen

283

Müſſe zwiſchen uns es enden, Schütz ich nicht für ſie das Land.“ „Wohl, die eigne Bahn dir wähle,

Auf dein Zürnen ich nicht ſchmäle. Oden wolls zum Beſten wenden!“ 5 Sagte Hilding und verſchwand.

7. Frithjofs Glück.

Durch Beles Söhne mag erſchallen

Von Thal zu Thal der Ruf ins Feld. Ich ziehe nicht; in Balders Hallen Da iſt mein Kampfplatz, meine Welt. Von da nicht will zurück ich blicken Auf Königsrach, auf Erdenſorg, Nein, Eötterluſt ſoll mich entzucken Vereint mit meiner Ingeborg.

So lang der Sonne Strahlenfülle Den Purpurglanz der Blumen weckt, Gleich Roſenflore, deſſen Hülle

Den Buſen meiner Ingborg deckt, So lange irr ich noch am Strande, Von ew'ger Sehnſucht abgezehrt, und ſchreibe ſeufzend in dem Sande

Den theuern Namen mit dem Schwert. . Sind denn erlahmt der Stunden Flügel? Du Dellings Sohn, was weilt dein Strahl? Sahſt du denn heut die Hain' und Hügel, 6

Die Sund' und On zum erſten Mal? Wohnt denn im Weſt der Jungfraun keine, Die deiner längſt geharret hat, Ans Herz dir fliegt im Götterhaine, Von Liebe redend früh und ſpat?