Druckschrift 
Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Doch kann ſie lieben den redlichen Mann

An Alters Gränze,

Und wenn ſie der Zarten ſich nehmen kann Als Mutter an, 2 So bietet der Herbſt ſeinen Thron dem Lenze.

Nehmt Gold aus dem Schatze, den Brautſchmuck ſchön Aus eichnem Schreine;

Und folget, ihr Skalden, mit Harfengetön; Muß Brage gehn

Mit Spiel und mit Freite doch ſtets im Vereine.“ 13 Aus zogen die Mannen mit Poltern und Klang, Mit Gold und Ringen;

1 Es folgten die Skalden, ein Zug ſo lang,

Mit Heldenſang;

Zu Beles Söhnen ſie gingen.

Sie tranken, ſie tranken der Tage drei,

₰ Am vierten Morgen,

. Was ihnen für Antwort beſchieden ſei,

Sie fragten frei;

Der Heimkehr müßten ſie ſorgen.

Der Falk wird gebracht, das Roß geführt

Zum Opferhaine.

König Helge von Wala, vom Prieſter erſpürt Was ſich gebührt

Zu thun für die Schweſter, die ſeine. *

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Nicht Prieſter noch Wala ſtimmten ein, Nicht Opferlungen; Erſchreckt gab Helge, ſich fügend drein, Beſtimmt ſein Rein; 4 Der Menſch gehorche den Götterzungen. König Halfdan, der muntre, lachte hell: „Lebt wohl, ihr Feſte! König Graubart, o wär'er doch ſelber zur Stell, Ich hülfe ſchnell Zu Pferd dem Alten aufs Beſte.“