Doch Freiheit wohnte beim Frieden dort
In froher Einung.
Alle liebten als Vater den Landeshort;
Doch immerfort
Scholl frei auf dem Tinge die Meinung. Dreißig Winter herrſcht' er in Fried und Glück Auf Nordlands Boden;
Betrübt ging Keiner zum Felſen zurück,
Des Volkes Blick
Am Abend ihm Heil erflehte von Oden.
Und König Ring ſchob vom Tiſche den Goldſtuhl fort, Und All' in Freude
Aufſtanden zu hören des Königs Wort
Berühmt im Nord;
Doch er ſeufzte und ſprach in Leide:
„Auf Purpur ſitzet in Folkwangs Luft
Meine Königin droben;
Doch hier iſt das Gras auf ihrer Gruft,
Von Blumenduft
Iſt am Bach der Hügel umwoben.
Nie wird ein Gemahl mir ſo gut, ſo ſchön Dem Reich zur Ehren;
Den Lohn genießt ſie in Walhalls Höhn, Doch Landes Flehn
Und Kinder die Mutter begehren.
König Bele war oft im Saale hier
Beim Lerchenſange.
Er ließ eine Tochter, die wählt' ich mir, Die Lilie ſchier,
Mit Morgenroth auf der Wange.
Zwar iſt ſie noch jung, und die junge Maid Liebt Blumenflocken;
Ich ging in Saat, und es hat geſchneit Schon lange Zeit
In des Königs ſpärliche Locken.
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