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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Der Traber ſein muthig Stampfen nicht ſtillt, Nach Raub, nach Raub ſchreit der Falke wild. Doch Frithjof jaget

In Wolken allein, und verzehrt ſich und klaget,

Ellide nicht Ruh auf der Woge hat,

Am Anker rücket ſie früh und ſpat.

Ellide, ſtille!

Denn Krieg und Streit iſt nicht Frithjofs Wille.

Auch Strohtod iſt ja ein Tod; zum Schluß Wie Oden ich ſelber mich ritzen muß.

Es kann nicht fehlen,

Willkommen ſind wir bei blauweiß Helen.“

Da Frithiof dem Drachen die Bande hob,

Das Segel ſchwoll und die Woge ſchnob. Grad' hin ſie zogen;

Schnell gings zu den Königen über die Wogen.

Die ſaßen den Tag auf Beles Grab,

Gericht vor dem Volke ſie hielten ab.

Mit lautem Schalle

Sprach Frithjof; es tönten die Wiederhalle:

„Schön Ingborg, ihr Könige, lieb' ich ſehr, Von euch ich die Schweſter zur Braut begehr; Und die Vereinung

Sie war wohl auch König Beles Meinung.

Er ließ uns wachſen bei Hilding auf,

Wie jung Holz wächſet zuſammen im Knauf; Die Wipfel oben

Hat Freja mit goldenen Schnüren verwoben.

Nicht König, nicht Jarl war mein Vater zwar, Doch lebt er in Liedern noch manches Jahr; Des Stamms Geſchichten

Runſteine auf herrlichen Gräbern berichten.