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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Leicht wärs zu gewinnen mir Reich und Land, Doch lieber bleib' ich am heimiſchen Strand. Da will ich bewachen

Den Königshof wie die Hütte des Schwachen.

Auf Beles Hügel ja ſind wir, er hört

Dort unten das Wort, das euch bittend beſchwört. Die Willenstöne

Des Alten im Hügel vernehmet, ihr Söhne!“ —

Da hob ſich Helge und ſagte mit Hohn:

„Die Schweſter iſt nicht für den Bondenſohn. Dem Königsſohne Allein wird die Walhalltochter zum Lohne.

Laß trotzig dich grüßen den Erſten im Nord,

Zeig Männern die Stärk' und den Weibern das Wort. Dem uebermuthe

Wird nimmer die Schweſter von Odens Blute.

Des Reichs nicht brauchſt du zu nehmen dich an, Ich ſchütz' es mir ſelbſt; doch du werde mein Mann. Ein Platz iſt offen

Mir unterm Geſinde, den haſt du zu hoffen.“ —

„Dein Mann werd' ich nie,“ rief Frithjof klar, „Bin Mann für mich ſelbſt, wie mein Vater war. Aus Silberſcheide

Flieg, Angurwadel, die Ruhe meide!“

Es blitzt in der Sonne der blaue Stahl,

Roth glühete drauf der Runen Zahl.

„Du Angurwadel,“ -

Sprach Frithjof, „du biſt doch von altem Adel!

Wenn Friede des Grabes nicht wohnte hier, Schwarzkönig, mein Schwert ſollts zeigen dir. Die Lehr'empfahe:

In Zukunft komm nicht dem Schwert zu nahe.“

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