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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Du Halfdan, Frohſinn ſchmücket den weiſen Mann, Doch Königen am mindſten ſteht Tändeln an.

DOhn Hopfen taugt der Honig zum Meth nur wenig,

Leg Stahl ins Schwert, ins Spielen den Ernſt, o König!

Zu viel Verſtand hat Keiner, wie weiſ⸗er heiß,

Doch wenig gnug weiß Mancher, der gar nichts weiß. Den Dummen ziert kein Hochſitz, den Gaſt von Witze Hört Alles gern beim Mahle, wo er auch ſitze.

Sun Waffenbruder, Halfdan, zum Freunde treu, ſt nah der Weg, wie ferne ſein Haus auch ſei. Doch abwärts liegt dagegen, auf fernem Wege Des Feindes Hof, auch wenn er am Wege läge.

Auch wähle zum Vertrauten nicht Jeden du,

Das leere Haus iſt offen, das reiche zu.

Wähl Einen dir, und ſuche dir nicht den Andern; Bald wird, was dreie wiſſen, zu Allen wandern.“ —

Darauf erhob ſich Thorſten, fiel alſo ein:

„Nicht ziemt ſichs, daß zu Oden du gehſt allein. Wir theilten Lebenswechſel als gleiche Erben;

So theilen, hoff' ich, König, wir auch das Sterben.

Sohn Frithjof, ſieh, das Alter hat Manches mir Ins Ohr geflüſtert, dieſes empfange hier. .

Auf Gräbern Odens Vögel im Norden wohnen,

und weiſe Wort' auf Lippen der Greiſe thronen.

Zuerſt die Götter fürchte, denn Schmerz und Heil,

Wie Sonn' und Sturm, vom Himmel uns wird zu Theil. Sie ſehn ins Herzgewölbe, iſt's gleich verſchloſſen;

Der Stunde Schuld noch büßt man, ſind Jahr entfloſſen. Gehorch dem König. Einem gebührt die Macht;

Ein Auge ward dem Tage, viel' hat die Racht.

Der Beßre auf den Beſten nie ſieht mit Neide,

Auch Griff iſt Noth dem Schwerte, nicht bloß die Schneide.

Viel Kraft iſt Göttergabe; doch nutzt ſie nicht, Dies, Frithjof, wohl bedenke, wenn Witz gebricht.