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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Denn Eintracht hält zuſammen, dem Ring am Speere Vergleichbar, ohne dieſen iſt ſchlecht die Wehre.

Laßt Stärke ſtehn als Hüter an Landespfort,

und Frieden blühn im Innern, am ſichern Ort.

Nicht ſchaden ſoll die Klinge, ſie ſchütz' alleine, Der Schild als Hängſchloß ſchirme des Bauern Scheune.

Ein thörichter Beherrſcher ſein Land macht ſchwach; Denn ohne Volk ein König ja nichts vermag.

Die grüngekräuſte Krone eilt zu vergehen,

Vergeht das Mark im Stamme auf dürren Höhen. Der Pfeiler viere tragen des Himmels Rund,

Geſetzeswort giebt einzig dem Throne Grund. Wenn Macht beim Ting entſcheidet, wird Unheil kommen,

Doch Recht bringt Ruhm dem König, dem Lande Frommen.

Die Götter, Helge, wohnen im Diſarſaal,

Doch nicht, wie Schnecken wohnen in enger Schal; So weit das Tagslicht leuchtet und Stimmen ſchallen, So weit Gedanken fliegen, die Götter wallen. 8

Die Lung' am Opferfalken täuſcht oft genug,

Nicht wenig Balkenrunen enthalten Trug.

Ein redlich Herz, o Helge, mit offnen Zügen,

Schrieb Odeu voller Runen, die nimmer trügen.

Nicht hart ſei, König Helge, nein, ſei nur feſt,

Das beſte Schwert am leichtſten ſich biegen läßt.

Es ſchmückt die Huld den König, wie Blumen Schilde,

und mehr als Winterkälte bringt Frühlingsmilde.

Ein Mann, dem Freunde mangeln, wie ſtark er ſei, Stirbt wie ein Stamm der Wüſte von Rinde frei. Im Freundeskreiſe kannſt du als Waldbaum ſtehen,

Der Bach benetzt die Wurzel, laß Stürme wehen.

Nicht trotz auf Väter Ehre, die eigne nur iſt dein;

Der Spanner kann den Bogen nur nennen ſein.

Was frommt der Werth dir, welcher nicht mehr verweilet? Mit eigner Fluth der Kraftſtrom durchs Meer hineilet.