Druckschrift 
Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
Einzelbild herunterladen

7

Owärſt du mein, du Glanzgebilde, Ich machte dich zu Frithjofs Schilde.“

„Du Leuchte in Allfaders Saal, Du Mond mit deinem bleichen Strahl! Qwärſt du mein, du ſollteſt ſchmücken Mein Mägdlein mit den ſüßen Blicken.“

Doch Hilding ſagte: „Pflegeſohn, Laß dieſe Liebe, laß davon! Uungleiche Looſe wirft die Nornez

Aus Königsblut iſt die Erkorne.

Zu Oden ſelbſt, zum Sternenſaal Hinauf ſteigt ihrer Ahnen Zahl; . Du biſt nur Thorſtens Sohn; drum weiche, Bei Gleichem nur gedeiht das Gleiche.“

Doch Frithjof lacht: „Ins Todtenthal Hinab geht meiner Ahnen Zahl. Des Waldes König ließ im Falle Mir mit dem Fell die Ahnen alle.

Nicht weicht der freigeborne Mann; Die Welt gehört dem Freien an. Was Glück verbrach, auch Glück verſöhnet, Der Siegeskranz die Hoffnung krönet.

In Kraft der höchſte Adel thront, Ihr Ahnherr Thor in Thrudwang wohnt; Nach Stand nicht ſieht er, nur nach Werthe, Ein mächtger Freier iſt im Schwerte.

Für ſie zum Kampf tret ich hervor⸗ Und wär' es mit dem wilden Thor. Blüh, weiße Lilie, unverzaget; Weh dem, der uns zu trennen waget!“

„