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Die Königstochter ſaß und ſang Ein Heldenlied, und fröhlich ſchlang Sie in den Teppich Heldenthaten, Und Wogen, grüne Hain' und Saaten.
Im Schnee der Wolle wächſt mit Macht Der goldgewebten Schilde Pracht; Zum Streit die rothen Lanzen fliegen, Doch ſtarr die Silberpanzer liegen.
Und immer mehr als Frithjof ſtellt Sich auf dem Teppich dar der Held; Und wie er aus dem Teppich blicket, Erröthet ſie, jedoch entzücket.
Doch Frithjof ſchnitt, wohin er kam, Ein J, ein F in jeden Stamm; Es ſchlangen, wie der Herzen Flammen, Die Runen wachſend ſich zuſammen.
Stellt ſich der Tag am Himmel dar, Weltkönig mit dem goldnen Haar, Wann Leben rauſcht und Menſchen wandern, Dann denket Eines nur des Andern.
Stellt ſich die Nacht am Himmel dar, Weltmutter mit dem dunkeln Haar, Wann Stille herrſcht und Sterne wandern, Dann träumet Eines nur vom Andern.
„Du Erde ſchmückſt dich jedes Jahr Mit Blumen in dem grünen Haar; Gieb mir die ſchönſten, denn in Kränzen Für Frithjof ſollen ſie mir glänzen.“ „Du Meer, in deinem dunkeln Saal Sind Perlen tauſende an Zahl; Gieb mir die ſchönſten und die beſten, um Ingborgs Hals will ich ſie feſten.“
„Du Knauf an Odens Königszelt, Du goldne Sonne, Licht der Welt!


