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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Ihr bracht' er heim die rauhe Beute; Auch deß die Jungfrau ſich erfreute.

Das Weib den Muth des Mannes ehrt, Das Starke iſt des Schönen werth; Wie Helm und Haupt zuſammen paſſen, So nie die zwei einander laſſen.

Doch wann er Winterabends ſaß Beim Feuerſchein des Heerbs und las Ein Lied von Odens lichten Hallen, Von Göttern und Göttinnen allen;

Dann dacht er: Gelb iſt Frejas Haar, Ein wogend Feld voll Aehren zwarz Doch Ingborgs Haar gleicht goldnen Ringen, Die ſich um Roſ' und Lilie ſchlingen.

Idunas Buſen ſchön und reich Hüpft unter Seide grün und weich; Ich kenne Seide, welche decket Lichtalfen zwei „darin verſtecket.

Und Friggas Aug' iſt hell und blau, Wie wenn du ſiehſt des Himmels Au. Ich weiß ein Auge; wann es funkelt, Lichtblauer Lenztag wird verdunkelt.

D wie doch Gerdas Wange lacht, Gleich friſchem Schnee mit Nordſcheinspracht! Ich kenne Wangen, wann ſie blühen, Zugleich zwei Morgenröthen glühen.

Ich kenn' ein Herz ſo zart und weich,

Wie Nannas, fehlt der Ruf ihm gleich; Dich preiſt mit Recht ob Nannas Treue, O Balder, jeder Skald aufs neue.

O ſtürb' ich doch wie du beweint Von einer Maid, die treu es meint, So treu wie Nanna, ſo voll Liebe! Bei Hel alsdann ich gerne bliebe. —