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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Doch ſahſt du ſie beim Mondenſchein Im Walde tanzen Ringelreihn,

Du wähnteſt unter Haineskränzen 3 Der Elfen Königspaar in Tänzen.

Ihm iſt ſo wohl, ihm iſts ſo werth, Wie man die erſte Run ihn lehrt. Kein König war ſo hoch in Ehren,

Die Rune konnt' er Ingborg lehren.

Wie heiter fuhr in ſeinem Kahn Mit ihr auf der blauen Bahn! Wie herzlich bei des Segels Wende Klatſcht ſie in kleine weiße Hände!

Kein Vogelneſt war ihm zu hoch, Für ſie er hin zur Höhe flog; Der Adler ſelbſt, der Lüfte König, Er ſchützte Jung' und Eier wenig.

Es iſt kein Bach, wie ſtark er ſchlägt, Darüber er nicht Ingborg trägt; Wie ſchön, wann Strudel lärmend klingen, Ihn kleine weiße Arm' umſchlingen!

Die erſte Blume, die er zieht, Die erſte Erdbeer, die er ſieht, Die erſte Aehre reif und golden Beut froh und treu er ihr, der Holden. —

Doch Kindheit flieht im ſchnellen Lauf, Bald tritt der Knab' als Jüngling auf; Sein Feuerauge Hoffnung flehet, Die Maid in Schönheitsfülle ſtehet.

Jung Frithjof zog nun auf die Jagd, Wohl Mancher hätte ſich bedacht; . Denn ohne Spieß und ohne Degen Trat er dem Bären kühn entgegen.

Bruſt gegen Bruſt mit ihm er rang, Bis, doch zerkratzt, er ihn bezwang;