Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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und ein ſo berühmter Schütze, daß er bei allen Schei⸗ benſchießen in der Umgegend gefürchtet war. Er trug ge⸗ wöhnlich die Kleidung der Gebirgsbewohner — vielleicht, weil ſie bequem war, vielleicht, weil ſie ihm gut ſtand; und im Laufe weniger Jahre würde ſeine Familie ihn kaum wieder in dem kräftigen, ſonnenverbrannten Mann erkannt haben, deſſen Geſichtszüge ſogar mit der ver⸗ änderten Lebensweiſe ihren Ausdruck gewechſelt hatten — denn Energie und Kraft war an die Stelle ruhiger Gemächlichkeit und Grazie getreten.

A. Z. erklärte die Veränderung für vortheilhaft und äußerte oft, es würde ſchwer ſein, eine maleriſchere banditenartige Geſtalt als die ſeinige zu finden, wenn er bei der Rückkehr von der Jagd, den obern Theil des Geſichtes von ſeinem breitkrämpigen Hut, den untern von ſeinem langen Schnurrbart beſchattet, den Felſen⸗ pfad, der zu ſeinem Gebirgshauſe führte, hinanſprang.

Was Hildegarde betrifft, ſo erhielt der ruhige, zu⸗ friedene Lauf ihres Lebens ihre Schönheit auf eine ſo merkwürdige Weiſe, daß Hamilton im Ernſt glaubte, ſie würde jedes Jahr ſchöner. Sie und die 3— lebten faſt immer zuſammen, weder Sommerhitze, noch Winterſturm konnten ſie trennen: ihre Alpenpar⸗ tieen, ihre Schlittenfahrten zu den Bällen in der Nach⸗ barſchaft wurden gemeinſchaftlich gemacht, und man⸗ ches kleine Abenteuer erhält ſich noch im Andenken beider Familien, mit einer Miſchung von Luſt und Bedauern — Bedauern, daß dieſe Zeiten vorüber — vergangen ſind — nie wiederkehren.

Nach acht Jahren nahm Onkel Jack unaufgefor⸗ dert wieder mildere Geſinnungen an, und Hamilton wurde zurückgerufen. Sollte man glauben, daß er einige Tage Bedenken trug, der Aufforderung zu gehorchen? daß Hildegarde zum erſten Mal ſeit ihrer Heirath bit⸗ terlich weinte. Aber es war ſo. Die Anerbietungen, die zehn Jahre zuvor ihre Herzen mit Dankbarkeit und Freude erfüllt hätten, wurden jetzt als ein Opfer, das