Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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Ihres Alters gleichen möchten! Ich bin bereit, ohne Bedauern, alle meine Verwandten und Freunde zu ver⸗ laſſen, alle meine Hoffnungen auf Ruhm und Erfolg im Leben aufzugeben mich für immer aus meinem Vaterland zu verbannen — “

„Ah, jetzt verſtehe ich Sie,“ rief Hildegarde, ihn unterbrechend. „Ein Mann hat Hoffnungen auf Ruhm, Erwartungen von Erfolg im Leben. Wir haben nichts der Art, und darum iſt auch unſere Liebe vollkommen ausſchließlich, allumfaſſend.“

„Nicht die Ihrige,“ ſagte Hamilton, „obwohl ich geſtehen muß, daß ich etwas dergleichen, wenigſtens einen Funken lebhaften Gefühls erwartet hättez gleichwohl, unſer Contract iſt geſchloſſen, unwiderruflich — ſelbſt da ich ſehe und fühle, daß Ihre Liebe von der wirk⸗ lich kälteſten Natur iſt, ja kaum dieſen Namen ver⸗ dient.“

„O warum,“ rief Hildegarde mit ihrer ganzen natürlichen Heftigkeit, „warum gibt es kein Opfer, das ich bringen könnte, um Sie von Ihrem Irrthum zu überzeugen! Es gibt keines, wozu ich nicht bereit wäre, vorausgeſetzt, daß es Ihnen nicht Schaden brächte!

Hamilton ſchüttelte den Kopf und wandte ſich ab.

„Sie glauben mir nicht? — Prüfen Sie mich — fordern Sie einen Beweis — was Sie wollen.“

Er ſprang auf, trat zu dem Fenſter, riß es weit auf und lehnte ſich ſo weit als möglich in die Nacht⸗ luft binaus.

Das war für Hildegarde zu viel. Es hatte ſie ſo große Anſtrengung gekoſtet, ihre Gefühle zu verbergen, und jetzt erkannte ſie, daß ſie mißverſtanden, ihr auf⸗ richtiger Wunſch, großmüthig zu handeln, mit Verach⸗ tung aufgenommen worden, Ham'lton, dem ſie ohne Rückhalt oder Unterſuchung zu vertrauen gelernt hatte, unzufrieden, vielleicht zornig über ſie war. Verwirrt, gepeinigt, ermattet, that ſie endlich, was beſſer vor einer