Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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Es erfolgte eine lange und peinliche Pauſe. Ha⸗ milton machte ihr ein Ende, indem er ſagte:

„Nun wohl, was ſind Ihre Bedingungen — Et⸗ was iſt beſſer als Nichts — nennen Sie dieſelben — ich willige in Alles, vorausgeſetzt, daß ich Sie in zwei Jahren anſprechen darf.“

„Selbſt wenn Sie es nicht thun,“ ſagte Hilde⸗ garde, „verſpreche ich Ihnen zu vergeben.“

„und vielleicht auch mich zu vergeſſen,“ ſagte Ha⸗ milton mit erzwungenem Lächeln.

„Das — kann ich — nicht verſprechen; aber auf mich kommt wenig dabei an. Sie müſſen für dieſe zwei Jahre nach Hauſe zurückkehren, das zu bringende Opfer wohl erwägen es wird nicht bloß ein pekuniäres ſein, denn ich vermuthe, daß nicht die geringſte Ausſicht vorhanden iſt, die Einwilligung ilger Familie zu unſerer Heirath zu erhalten, und da Sie davon ſprachen, Ihren Aufent⸗

halt in Deutſchland nehmen zu wollen, ſo ſchließe ich, *

müſſen Sie alle ihre Verwandten und Ihr Vaterland dazu aufgeben!“

„Fahren Sie fort,“ ſagte Hamilton, ohne ſich zu rühren oder ſie anzublicken.

„Ich werde mich durch ein Verſprechen, das ich jetzt freiwillig gebe, gebunden erachten, Ihre Entſcheidung abzuwarten. — Sie ſind frei.“

„Fahren Sie fort,“ wiederbolte er noch einmal.

„Was können Sie mehr verlangen?

„Nun, nichts, obwohl ich beinahe erwartete, Sie würden vorſchlagen, dieſes höchſt vernünftige Gelöbniß auf vernünftige Bedingungen“, in gehöriger Form zu Papier zu bringen,“ und bei dieſen Worten zog er das Papier heran und ergriff eine Feder, warf z jevoch ſogleich

wieder weg und rief leidenſchaftlich aus: „O Hilvegarde, das geht nie an! So ſehr ich Ihre

Gharafterfeſtigteit und Freiheit von den gewöhnlichen

Schwächen Ihres Geſchlechts bewundere, ich — ich hoffte — ich wünſche, daß Sie nur einmal einem Mädchen