Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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aber, als Hildegarde keinen Verſuch zu ſprechen machte, fort: „ich dachte, als wir in Aſchaffenburg zuſammen⸗ trafen — ich hoffte, nach dem, was Sie eben jetzt ſag⸗ ten — daß — Hildegarde!“ rief er heftig, „Sie ver⸗ langen zu viel von mir; verzogen, wie ich bin, von der Schmeichelei, verlangen Sie von mir, ohne Kampf meine Natur, meine Sitten und Gewohnheiten zu än⸗ dern! Ich kann nicht raſen, gleich Ihrem Couſin —“

Hildegarde wurde todesblaßz ſie verſuchte zu ſprechen und bewegte ihre Lippen, brachte aber keinen Laut hervor.

„Auch kann ich,“ fuhr er noch heftiger fort, „keine Abweiſungen ertragen, gleich Zedwitz!“

Hamilton hörte ſie die Worte murmeln „unedel — und ungerecht.“

„Vergeben Sie mir, Hildegarde, ich ſprach im Zorn und es thut mir leid — ich hätte Ihren Coufin nicht nennen ſollen — können Sie mir vergeben?“

Sie reichte ihm ſchweigend die Hand.

„Laſſen Sie uns jetzt,“ ſagte er, ſich neben ſie ſetzend, „einander keine weiteren Fragen vorlegen, oder noch von Opfern reden; aber Sie müſſen ein liebes Kind ſein und mir verſprechen, mit mir morgen nach Eng⸗ land zu gehen? nicht wahr?“

WSie blieb ſtumm und ſchlug die Augen nieder, während ſie langſam den Kopf ſchüttelte.

„Sie wollen nicht?“

„Ich darf nicht,“ antwortete ſie ſanft, legte aber, als ſie bemerkte, daß er wieder aufzuſpringen Willens war, ihre Hand auf ſeinen Arm und fuhr fort:

„Verlangen Sie nichts von mir, was uns Unglück bringen könnte. Ich will auf vernünftige Bedingungen ein Gelöbniß mit Ihnen eingehen.“

„O — auf vernünftige Bedingungen!“ wiederholte er ironiſch.

„Ich kann nicht fortfahren — Sie ſind ſo unfreund⸗ lich,“ ſagte ſie, während ihr Thränen in die Augen traten.

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