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„ich hatte erwartet, daß dieſe Erklärung anders aufge⸗ nommen würde.“
Ich wünſche,“ antwortete ſie, „dieſelbe wäre nie gemacht worden. Ich hätte mich Ihrer lieber erinnert, als — wie ich Sie mir dachte — von Ihrem Vater ni und außer Stand, eine Wahl zu treffen.“
„Das iſt zu viel!“ rief Hamilton, indem er vom Sopha aufſprang und im Zimmer auf⸗ und abſchritt. „Ich bin in Ihrer Achtung geſunken, während — aber Sie verſtehen nicht.“
„Wahrſcheinlich nicht ganz, aber das iſt mir klar, das Opfer muß ungeheuer ſein — über meine Vorſtel⸗ lung hinaus gehen — ſonſt würden Sie nicht ſo lange gezaudert haben, denn — ich denke — ja — ich bin gewiß — Sie lieben mich.“
Hamilton blieb vor ihr ſtehen und rieft
„O Hildegarde, wie können Sie mich alſo quälen?“
„Ich möchte lieber mich ſelbſt quälen,“ ſagte ſie, „aber,“ und ſie ſchaute ihn feſt an, „aber deſſen un⸗ geachtet muß ich Ihnen ſagen, daß ich Ihr Opfer we⸗ der annehmen kann noch will.“
„Dann, Hildegarde, lieben Sie mich nicht,“ rief er ungeſtüm.
„So? Begreifen Sie nicht, daß ich Ihnen eben den größten Beweis davon, deſſen ich fähig bin, gebe? Sie nicht, daß ich auch ein Opfer bringen ann?“
„Ich verſtehe und ſchätze Ihre Beweggründe beſſer, als Sie die meinigen,“ antwortete er. „Verwundeter Stolz kommt Ihrer Großmuth zu Hülfe. Sie ſind ge⸗ kränkt darüber, daß ich gezögert, überlegt habe — es war vielleicht klug, aber es thut mir jetzt von Herzen leid. Ich ſehe, daß Sie deßhalb Ihre Gedanken und Neigungen beherrſchen zu müſſen glaubten, daß Freund⸗ ſchaft und nicht Liebe Alles iſt, was ich für eine Er⸗ gebenheit erlangt habe, die etwas mehr verdiente —
wenn Sie nur Alles wüßten —“ Er hielt inne, fuhr


