Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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auf einen Stuhl ſetzte und unbewußt ihm näher rückte. „Natürlich habe ich jede Idee, zur Baroneſſe Waldorf zu gehen, aufgegeben.“

„Es freut mich, das zu hören. Der Plan gefiel mir nie.“

„Und mir thut es ſo leid, daß ich ihn aufgeben muß.“

„Machen Sie ſich deßhalb keinen Kummer — es würde nicht gut gethan haben. Ich habe nie eine Per⸗ ſon geſehen, die für die Stellung einer Gouvernante weniger tüchtig geweſen wäre, trotz Ihrer vortrefflichen Erziehung und außerordentlichen Talente für Sprachen.“

„Tüchtig!“ wiederholte Hildegarde, „Sie haben Recht. Ich bin nicht mehr tüchtig dafür. Ich paſſe wehr dazu, die Erziehung — eines Mädchens zu eiten!“

„Ich hoffe, Sie werden gegen Niemand ſonſt auf ſolche Weiſe ſprechen,“ ſagte Hamilton ernſt. „Es würde den Glauben erregen, Sie hätten ſich eines wirklichen Vergehens ſchuldil gemacht.“

„Ich habe mich eines Vergehens ſchuldig gemacht,“ ſagte Hildegarde niedergeſchlagen, „und eines ſolchen, das ich nothwendig der Baroneſſe Waldorf entdecken müßte, ehe ich in ihr Haus einträte; darnach würde ſie ſich aber ohne Zweifel weigern, ihre Tochter meiner Sorg⸗ falt anzuvertrauen. Um der verdienten Kränkung zu entgehen, werde ich mich nach Hauſe begeben, Hortenſe

Alles erzählen und mich von ihrem Rathe noch ein oder

zwei Jahre leiten laſſen. Und nun,“ fügte ſie hinzu, „habe ich nur noch Eins zu bemerken, und das iſt, daß wir ſo gut als möglich unſern Leichtſinn wieder gut machen oder vielmehr eine Fortſetzung deſſelben durch alsbaldige Trennung vermeiden ſollten. Ich werde mor⸗ gen nach Mainz zurückkehren, und Sie müſſen nach England weiter gehen.“

„Ich werde nach — Schottland gehen, wenn Sie mit mir kommen wollen, Hildegarde,“ ſagte Hamilton. „Seien

Slie nicht böſe, ich ſcherze nicht. Ich habe auf den Gegenſtand