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„Hat dieſer — dieſer Engländer geruht, ſein Schlit⸗ tenrecht von, Dir in Anſpruch zu nehmen?“
Nein.
„Hat es nicht der Mühe werth erachtet!“ ſagte Rahmund höhniſch.
„Sehr wahrſcheinlich. Haſt Du ſonſt noch etwas zu bemerken?“
„Ja, falſches Mädchen!“ rief Raymund heftig, „Du weißt, daß es nicht der Fall iſt, — Du weißt, daß er Dich liebt — jeder Blick verräth ihn — aber beim Himmel, wenn Du ihm gewährſt, um was ich, Dein nächſter Verwandter, ſo lange vergeblich gefleht habe, — ſo ſoll er mit ſeinem Leben dafür büßen —“
„Immerdar Drohungen,“ rief Hildegarde unwillig.
„Es iſt das einzige Mittel, um auf einen Augen⸗ blick Deiner Aufmerkſamkeit mich zu verſichern. Er weiß wenig, daß ich ſeinem Einfluß allein jede Gunſt — jede gewöhnliche Höflichkeit, die ich von Dir erhalte, zu danken habe.“
„Er weiß es in der That wenig! ſagte Hildegarde bitter; „wüßte er es, er würde mich bald von dieſer Knechtſchaft befreien.“
„Sage es ihm — ſage es ihm. Ich wünſche nichts mehr, als daß die Sache auf's Aeußerſte kommt! Du ſiehſt ungläubig aus, Hildegarde. Höre mich und ur⸗ theile ſeibſt. Pecuntäre Verwicklungen haben ſchon manchen Menſchen bewogen, ſeinem Daſein ein Ende zu machen — Du kennſt die meinen! Füge noch eine heftige und hoffnungsloſe Liebe hinzu und die Gewiß⸗ heit, in acht oder zehn Tagen eine Perſon heirathen zu müſſen, für die ich nie einen Funken von Neigung oder
ewunderung empfinden kann!
„Aber die Beides verdient;“ rief Hildegarde. „Vielleicht — ich wünſche Marie jedes Glück mit einem Andern. — Was mich betrifft,“ ſetzte er, die Arme verſchränkend und nachdenklich die hinunter⸗


