Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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wäre — ſehen Sie — o! — ach! Das Kind iſt zum Tod erſchrocken und kein Wunder! Wahrhaftig, wenn ich nicht in meinen Hausſchuhen wäre, würde ich zu Fuß heimgehen. — O, bitte, halten Sie — kehren Sie um — ehe wir dem auf uns zukommenden Schlitten begegnen. Wenn Ihre Pferde die Schellen der anderen Schlitten hören, werden ſie ganz wild! Lieber, guter Herr Hamilton, ich will's Ihnen mein Leben lang dan⸗ ken, wenn Sie uns nur wieder nach Hauſe bringen.“

Guſtel, der über ſeiner Mutter ungewöhnlich de⸗ müthiges Weſen ganz erſchreckt war und in der drohend⸗ ſten Gefahr zu ſchweben ſich einbildete, begann nun aus Leibeskräften zu ſchreien, und Hamilton ließ jetzt die Pferde umwenden, während er zugleich Madame Roſenberg verſicherte, es wären die ſanfteſten Thiere von der Welt und nur das ſchöne Wettter daran ſchuld, daß ſie ſich ſo lebhaft geberden.

Bei ihrer Rückkehr fanden ſie eine reſpektabel aus⸗ ſehende Miethkutſche, auf ein Schlittengeſtell gepackt, an der Thüre. Creſcenz, ihr kleiner Bruder Peppi und Major Stultz ſchickten ſich gerade zum Einſteigen an.

„Ich will mit Euch gehen,“ rief Madame Roſen⸗ berg, indem ſie ſich ihnen anſchloß, Guſtel darf ſeine Spazierfahrt nicht verlieren — Herrn Hamilton's Pferde ſind viel zu wild für mich.“

„Das hab' ich mir wohl gedacht,“ ſagte Major Stultz mit ſichtlicher Befriedigung.

„Darf ich Fräulein Hildegarde bitten, mit mir zu fahren?“ fragte Hamilton.

„Ja, aber Sie müſſen ihr ſagen, wie Ihre Pferde mich erſchreckt haben und verſprechen, auf der Nymphen⸗ burger Straße zu fahren, wo wir Sie ſehen können, und dürfen nicht weiter, als bis zum Schloß und wieder zurück.“

„Es ſei,“ ſagte Hamilton. „Und Sie dürfen unter keiner Bedingung den Schlit⸗ ten verlaſſen und in das Wirthshaus gehen.“