Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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einander auskommen. Du weißt, daß Du eine Art Re⸗ ſpekt vor mir haben mußt.

Hildegarde wandte ſich um, zu ſehen, ob ihre Schwe⸗ ſe im Scherz ſprach; aber Creſcenz ſah ganz ernſt⸗ haft aus.

„Verheiratheten Perſonen iſt man Reſpekt ſchuldig,“ fuhr ſie fort, indem ſie die Arbeit, welche ihre Schwe⸗ ſter auf den Stuhl geworfen hatte, ſauber zuſammen⸗ legte. „Mama ſagt ſo — und dann weißt Du, werde ich eine ganz andere Perſon ſein, wenn ich die Mutter einer Familie bin —“

Hildegarde lachte jetzt gerade heraus.

„Madame Luſtig ſagt, ich könne ein Dutzend Kin⸗ der bekommen! — Sie ſollen alle hübſche Namen haben — nicht eines von ihnen ſoll Blaſius heißen, dazu bin ich entſchloſſen — ſondern Albert, Marimilian, Fer⸗ dinand, Adolph, Philibert.“

„Philibert iſt kein hübſcher Name,“ ſagte Hilde⸗ garde, ſie luſtig unterbrechend.

„Meinſt Du nicht? Nun, wir können einen andern wählen, Conrad zum Beiſpiel.

„Oder Oskar?“

„O nein, ich würde mir dabei eine Art Aehnlich⸗ keit mit dem Coufin Oskar einbilden, und ich kann ihn — nicht recht — leiden — das heißt — nicht ſo ganz recht, ob er gleich mein Coufin iſt. Er iſt zuwei⸗ len, ja faſt immer gegen Deine Freundin Marie — ſo mürriſch, aber o! Hildegarde, einen ſehr hübſchen Na⸗ men haben wir vergeſſen, und von einer ſehr hübſchen Perſon dazu — Alfred! Herr Hamilton, weißt Du — iſt Alfred nicht ein hübſcher Name?“

„U.

„Und er iſt gewiß hübſch? Selbſt Du mußt das zugeben?“

Hildegarde wurde eine Antwort erſpart, denn Ma⸗ dame Roſenberg trat in's Zimmer, und als ſie entdeckt hatte, daß Creſeenz's Naſenſpitze roth war, erklärte ſie