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Dich zu lehren, daß Du Dich nicht aus eigenem Antrieb verliebeſt.“
„Ich denke, er iſt eher die Perſon, mich gram⸗ matiſch Deutſch ſchreiben zu lehren!“ antwortete Hilde⸗ garde mit gleichgültigem Lachen.
„Und Du kümmerſt Dich um Keinen, und biſt doch
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ein ganzes Jahr älter als ich!“ rief Creſcenz mit un⸗ geheucheltem Erſtaunen. „Lina dachte zuerſt, Du hätteſt Herrn Hamilton gern, bis ich ihr verſicherte, daß er Dir verhaßt ſei. Dann ſagte ſie, Du hätteſt eine aben⸗ teuerliche Neigung zu unſerem Couſin Oskar gefaßt; hernach meinte ſie, Du gebeſt Dir den Schein, den Grafen Zedwitz zu lieben, aus Rückſicht auf ſeinen Rang und —“
„Ich muß Dir wirklich ſehr dafür verbunden ſein, Creſcenz, daß Du meine Angelegenheiten auf ſolche Weiſe mit meiner größten Feindin abhandelſt,“ ſagte Hildegarde unwillig, „aber,“ ſetzte ſie, ihren Stuhl zurückſchiebend, hinzu, „es hilft nichts, mit Dir dar⸗ über zu ſprechen.“
„Ich bin auf dergleichen Bemerkungen ganz ge⸗ faßt“ ſagte Creſcenz mit ſpaßhafter Nachahmung der natürlichen Würde in Hilvegarde's Benehmenz „Lina ſagte, es ſei mit Dir nicht mehr auszuhalten, ſeitdem ich mich verheirathen ſoll.“ 1 „So,“ ſagte Hildegarde, ihre Arbeit hinwerfend — „aber ich verſtehe nicht ganz, was —“
„O, das iſt leicht zu verſtehen — Du biſt älter und denkſt, Du ſollteſt die Erſte geweſen ſein.“
„Das iſt wirklich zu albern,“ rief Hildegarde mit munterem Lachen.
„O, lache, ſo viel Dir beliebt — aber ſeitdem wir von Seon zurück ſind — biſt Du eine ganz andere Per⸗ ſon geworden.“
„Hat Dir Lina das auch in den Kopf geſetzt?“ fragte Hildegarde ſchnell. „O nein,“ rief Creſcenz und ihre Augen füllten


