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auf der Straße, und die Pferde ſteigen und tanzen und ſchütteln ihre rothen Quaſten und Silberglöckchen! O wie hübſch! wie ſehr wünſchte ich, daß er mich mit⸗ nähme!“
„Babette!“ rief Roſenberg vom nächſten Zimmer.
„Da kommt Herr Hamilton gerade an unſerm Hauſe vorüber und ſcheint der beſten Geſundheit zu genießen. Wie lange meinſt Du „ daß ſeine Quarantäne noch dauern ſoll?“ „Ich habe Nichts dagegen, wenn er morgen zurück⸗ kehrt,“ antwortete Madame Roſenberg, welche eben die Schubladen in einem der Schränke des Geſellſchafts⸗ zimmers einräumte. „Du kannſt es ihm, wenn Du willſt, dieſen Nachmittag ſagen.“
„Ich nicht!“ ſagte ihr Mann. „Du haſt ihn ver⸗ bannt und Du mußt ihn wieder zurückrufen; wenn Du jedoch wirklich ſeine Rückkehr wünſcheſt, ſo würdeſt Du wohl thun, Dich zu beeilen, denn er ſcheint ſich bei Havard ſehr gut zu unterhalten und iſt immer von einer Menge Bekannten umgeben. Ich muß geſtehen, ich vermiſſe ihn mehr, als ich erwartet habe.“
„Ich wünſche natürlich ſeine Rückkehr,“ ſagte ſie, indem ſie mit einiger Heftigkeit die Schubladen zuſchob, „aber aufeine Woche oder ſo, muß ich geſtehen, daß ich nichts dagegen habe, wenn er bleibt, wo er iſt. Ich kann kaum glauben, daß er der Cholera entgehen wird — er iſt ſo leichtſinnig! Geht immer ohne Mantel aus und wird durch und durch naß! — trägt dünne Stie⸗ fel und kein Flanellleibchen! Heizt ſeinen Ofen und macht die Fenſter auf. Läuft mitten in der Nacht hin⸗ aus, ſo oft Feuerlärm entſteht. Was kann man bei ſolchem Thun erwarten?“
„Wie Du willſt, meine Liebe!“ ſagte Roſenberg gelaſſen. „Du weißt, ich bin nie dafür geweſen, Mieth⸗ leute zu uns ins Haus zu nehmen; er iſt der Erſte, den
ich erträglich gefunden habe. Ich denke jedoch, Du


