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„Sie! Sie fürchten ihn?“
„Jaz ich fürchte ſeine Liebe und ſeine Eiferſucht— die ſchrecklichen Ausbrüche ſeiner Leidenſchaft — ſeine ſchrecklichen Drohungen. — Aber, ſehen Sie, da geht Walburg eben nach Hauſe. Ich muß vor ihr dort ſein. Adieu.“
Die Zedwitz'ſche Familie ergoß ſich in Dankbe⸗ zeugungen gegen Hamilton und wendete alle ihre Be⸗ redtſamkeit an, ihn zu vermögen, mit ihnen nach Edel⸗ hof zurückzukehren. Aber keine Vorſtellung konnte ihn bewegen, München zu verlaſſen. Ehe Zedwitz abreiste, gab er Hamilton die Verſicherung, daß er am Weih⸗ nachtsabend nicht im Roſenberg'ſchen Hauſe geweſen ſei.
„Wenn Sie eines Beweiſes bedürfen,“ fügte er hinzu, „kann ich ihn geben. Sie werden ſich erinnern, daß ich Ihnen geſagt habe, ich fühle mich ſehr unwohl. Konnte ein Mann in meinem damaligen Zuſtande an ſolche Mummereien denken2 Außerdem ging ich, als wir uns trennten, nach Hauſe, das heißt, nach unſerem Hauſe in der — Straße, wechſelte meine Kleider, die naß waren, und trank ein Glas Wein. Sie können ſich bei unſerer alten Haushälterin erkundigen.“
„Es iſt ganz unnöthig,“ ſagte Hamilton. „Ich ſollte mich eher entſchuldigen, daß ich Sie eines ſol⸗ chen Benehmens, ſelbſt im Scherze, fähig halten konnte. Hildegarde hatte Sie nicht einen Augenblick in Ver⸗ dacht, obwohl ihr Couſin abgeläugnet hatte.“
„Ausgezeichnetes Mädchen! — ſie hat mir nur Ge⸗ rechtigkeit widerfahren laſſen. So ſehr ich ihre Em⸗ pfindungen gegen mich kennen lernen möchte, würde ich doch, ſelbſt wenn ich Gelegenheit hätte, niemals meine Zuflucht zu ſolchen Mitteln nehmen, um mir Gewiß⸗ heit zu verſchaffen.“
Der Wagen fuhr vor. Hamilton half ſeinem Freunde die ſchmale Treppe hinab.
„Was gedenken Sie anzufangen, bis Erlaub⸗


