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„So war es alſo Zedwitz,“ ſagte Hamilton ſin⸗ nend. „Das thut mir leid, mit unſerer Freundſchaft iſt es zu Ende.“
„O nein,“ rief Hildegarde, „vielleicht war es nicht Graf Zedwitz; eine ſolche Handlung ſieht ihm nicht gleich; außerdem ſpricht er nie Franzöſiſch mit mir — und ſein Benehmen iſt immerdar ſo reſpektvoll. O nein, ich glaube nicht — ich bin ganz gewiß, daß es Graf Zedwitz nicht war.“
„Wie können Sie, ſonſt ſtets ſo vernünftig und aufrichtig — alſo reden? Sie wiſſen, es muß Einer oder der Andere geweſen ſein; denn Niemand ſonſt hätte einen Beweggrund gehabt, dergleichen Fragen zu ſtellen; ich wünſche nur —“
„Und ich wünſche,“ ſagte Hildegarde, ihn unter⸗ brechend, „ich wünſche, Sie möchten auf dieſen unan⸗ genehmen Gegenſtand weder in Gedanken, noch mit Worien mehr kommen. Oskar hat es ganz in Abrede geſtellt, etwas davon zu wiſſen. Sie haben alſo auch keinen Grund, mit ihm Streit zu ſuchen. Sie haben kaum ein Recht, auf einen bloßen Verdacht hin, dem Grafen Zedwitz Ihre Freundſchaft zu entziehen.“
„Auf einen bloßen Verdacht hin! Nein; aber ich werde ihn beſtimmt fragen, ob er am Weihnachtsabend auf der Treppe Ihres Hauſes geweſen iſt.“
„Er wird ſagen: nein.“
„Wenn es ſo iſt, werde ich ihm glauben.“
„Und ich auch,“ ſagte Hildegarde weiter gehend.
„Sie denken hoch von Zedwitz?“
„Sehr hoch. Ich habe es Ihnen bereits geſagt.“
„Und von Ihrem Couſin?“
Hildegarde gab keine Antwort.
„Und doch fahren Sie fort, mit ihm vertraut zu thun und ſeinen Redeſchwulſt ſich gefallen zu laſſen.“
„Er iſt mein Couſin — er liebt mich — und — uin. Sie Alles wiſſen müſſen, ich — ich fürchte ihn jetzt!


