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und zu frühſtücken, ehe ich zu Zedwitz zurückkehre. Ha⸗ ben Sie eine Botſchaft für ihn? Ich werde ſie getreu⸗ lich ausrichten.“ .
„Keine, außer meine guten Wünſche,“ ſagte Hilde⸗ garde ſich abwendend.“ Walburg, Du kannſt jetzt in den Spezereiladen gehen — ich komme ſchon allein nach Hauſe. Guten Morgen, Herr Hamilton.“
Hamilton verbeugte ſich ernſthaft, wartete mit ge⸗ ziemendem Anſtand, bis Walburg ganz aus dem Ge⸗ ſicht war, lief dann Hildegarde nach und bemühte ſich,
noch nach Athem ringend, ihr für das Amulet und die freundliche Beſorgniß um ſeine Perſon zu danken.
„Mein Vater theilt meine Beſorgniß zum Minde⸗
ſten,“ erwiederte ſie ruhig, „er war ſehr bekümmert, als er hörte, daß Mama Sie gewiſſermaßen aus dem Hauſe verbannt hatte. Sollten Sie jetzt die Cholera bekommen und nicht die gehörige Pflege finden, wie könnten wir an Ihre Familie ſchreiben? Was ſollten wir ihnen ſagen?“ „Sie meinen, im Fall meines Todes? Ja „wahr⸗ haftig, daran habe ich nie gedacht. Gehen Sie nicht ſo ſchnell — ich möchte mit Ihnen ſprechen und weiß, daß Sie mich bei der nächſten Ecke fortſchicken werden. Sollte ich an der Cholera ſterben —“
„Es iſt Zeit genug, vom Tode zu ſprechen, wenn Sie krank ſind,“ ſagte Hildegarde haſtig.
„Nein, dann wird es zu ſpät ſein. Vierundzwan⸗ zig Stunden ſind jetzt mehr als genug, einem Menſchen⸗ leben ein Ende zu machen. Wollen Sie es überneh⸗ men, an meine Schweſter zu ſchreiben und meine Ef⸗ fekten in Ordnung zu bringen?“
„Scherzen Sie?“
„Nicht im Mindeſten. Sie werden in einem Käſt⸗ chen von Roſenholz eine Anzahl von Papieren — in Wirklichkeit ein Lagebuch — finden. Dieſe Papiere müſſen
ſorgfültig geſiegelt und an meine Schweſier adreſſirt werden. Es iſt auch ein Miniaturportrait dabei —“


