Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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„Sage gar nichts, als daß ich ihr ſehr verbunden bin und das Amulet tragen werde,“ erwiederte Hamil⸗ ton, indem er ſchnell umkehrte.

Die Gräfin Zedwitz, ihre Tochter und ihr Schwieger⸗ ſohn kamen am nächſten Morgen noch vor Tagesanbruch an. Sie waren zuerſt jo bewegt, daß ſie kein Wort hervorbringen konnten; Zedwitz dagegen zeigte ſich voll⸗ kommen ruhig.

„Ich erwartete Dich, Mutter,“ ſagte er, ihr die Hand küſſend; „ich wußte, Du würdeſt zu mir kommen, aber ich wünſchte, daß die liebe Agnes und Lengheim zu Hauſe geblieben wären. Du mußt ſie noch im Laufe des Tages zurückſenden.“

Die Gräfin ſprach lange und ernſt mit Doktor Berger und kehrte darauf an das Bett ihres Sohnes zurück. Sie erzählte ihm, daß ſein Vater noch immer krank ſei und das Zimmer hüten müſſe; daß er ihn wieder zu ſehen wünſche und bereit ſei, jede Urſache des Streits zwiſchen ihnen ganz zu vergeſſen, und ſprach die Hoffnung aus, er würde mit ihr, ſobald ſeine Entfernung möglich wäre, nach Edelhof zurückkehren.

Zedwitz war zu ſchwach, um ſich auf eine Erörte⸗ rung ſeiner Plane für die Zukunft einzulaſſen, obwohl unmittelbar nach der Ankunft ſeiner Verwandten eine Beſſerung einzutreten ſchien. Um fünf Uhr gab Doctor Berger Hoffnung zu ſeiner Geneſung, und eine Stunde ſpäter war Hamilton unterwegs nach der Frauenkirche.

Seit ſeinem letzten Ausgang hatte Regen und Schnee mit einander gekämpft, bis der lettere die Oberhand bekam. Jetzt fielen große Flocken geräuſch⸗ los um ihn nieder. Er ſah ſie nicht — nur Hilde⸗ garde, und wechſelsweiſe beſchäftigten Hoffnung und Furcht, daß er ſie ſehen oder nicht ſehen würde, ſeine Gedanken.

Es waren nicht viele Leute daſelbſt, aber die Kirche iſt groß, der Altäre ſind viele, und es dauerte einige