Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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Fünfundzwanzigſtes Kapitel. Die Dachſtube.

Halten Sie, halten Sie gefülligſt, gnädiger Herr,“ rief Zedwitz's Diener Hamilton zu, als dieſer die Straße hinab eilte. „Graf Mar iſt nicht in ſeinem eigenen Si —er iſt hier, gerade gegenüber — bei dem Gelb⸗ gießer.“

„Bei dem Gelbgießer!“ rief Hamilton, „was be⸗ wog ihn, hieher zu ziehen?“

„Weiß nicht,“ erwiederte der Diener. „Er wohnt ſchon ſeit einer oder zwei Wochen hier“

„Wohnt hier!“ wiederholte Halmilton, als er über die Straße ging, „das iſt eine ſonderbare Idee.“

Der Diener öffnete die Hausthüre mit einem Haupt⸗ ſchlüſſel, nahm ein Licht, das auf der Treppe brannte, und ſtieg bis in den oberſten Stock hinauf. Dann gingen ſie durch zwei oder drei leere Dachkammern, ehe ſie die⸗ jenige erreichten, welche Zedwitz zu ſeinem Schlafgemach gewählt hatte. Die Möbeln bildeten einen ſcharfen Contraſt zu den weißgetünchten Wänden, der ſchrägen Decke und den vom Dach vorſpringenden Fenſtern. Eine hübſche Bettſtelle, ein Kleiderſchrank, ein Sopha — meh⸗ rere große Armſeſſel — und Tiſche, mit Schreib⸗ und Zeichnenmaterialien bedeckt, fanden nur mit Mühe in dem übelgeſtalteten Zimmer Platz.

Ein Fremder ſaß am Bette — er erhob ſich, als Hamilton kam.

i hat Sie alſo dennoch hieher gebracht,“ ſagte edwitz.

Ich hoffe wenigſtens, daß man Ihnen den wah⸗ ren Stand der Sache geſagt hat — Sie wiſſen, daß ich die ſchlimmſte Art der Cholera habe?“

„Sie wiſſen, daß ich ſie nicht für anſteckend halte,“