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„Sie fand ihn in Hamilton's Zimmer ſtehen, wie er dieſem erklärte, ſein Herr ſei etwa um ein Uhr krank nach Hauſe gekommenz es ſei immer ſchlimmer mit ihm
geworden und jetzt habe er die Cholera; er habe ſich
geweigert, Herrn Hamilton holen zu laſſen, Doctor erger aber erklärt, es müſſe Jemand bei ihm ſein, der ſogleich nach Edelhof ſchreiben könne.
„Ich muß ſagen, es kommt mir ſehr unnöthig vor, Herrn Hamilton einer ſolchen Gefahr auezuſetzen,“ warf Madame Roſenberg ein. „Gewiß hat Graf Zedwitz an⸗ hett Freunde oder Verwandte, an die er ſich wenden ann.“
Der Diener erwiederte, er ſei noch nicht lange bei. dem Grafen Zedwitz — er habe ihn öfter mit Herrn Hamilton, als mit ſonſt Jemand zuſammen geſehen, — und blickte dann fragend auf Hamilton, der im Augen⸗ blick, da es läutete, vom Bett aufgeſprungen war und haſtig ohne ſich durch die Gegenwart von Madame Roſenberg ſtören zu laſſen, ſeine Toilette beendigt hatte — und jetzt beſtand ſeine einzige Antwort darn, daß er ſeinen Mantel über die Schulter warf und auf die Thüre zuging.
„Sie werden ſich doch nicht um eines bloßen Be⸗ kannten von geſtern her der Gefahr ausſetzen, die Cho⸗ lera zu bekommen?“ rief ſie, ſich ängſtlich ihm entgegen⸗ ſtellend.
„Die Gefahr iſt keineswegs ſo groß, als Sie mei⸗ nen,“ ſagte Hamilton. „Ich bezweifle es, daß die Cho⸗ lera anſteckend iſt.“
„Aber ich bezweifle es nicht im Mindeſten,“ rief Madame Roſenberg, „und bin überzeugt, Sie bringen uns dieſelbe in's Haus. Haben Sie doch einige Rück⸗ ſicht für uns, wenn nicht für ſich ſelbſt.“
„Es wird am beſten ſein, wenn ich vor einer Woche oder ſo gar nicht zurückkomme. Wirklich nicht eher, als bis Sie mich wiſſen laſſen, daß Sie eine An⸗


