Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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hinzutappen; als er den Fuß auf die Treppe ſetzte, rief Hildegarde, die wahrſcheinlich noch nicht weiter, als die erſte Treppe hinauf war: Sind „Sie es, Hamilton? Sie würden beſſer thun, zu warten, bis wir Licht haben.“

Ehe er Zeit zu ſprechen hatte, antwortete eine Stimme hart bei ihr, anſtatt ſeiner.

„Sie haben mich erſchreckt,“ rief Hildegarde. 5Ich glaubte, Sie wären am Fuß der Treppe.“

Nicht wenig erſtaunt, ſich in Gegenwart eines Dop⸗ pelgängers zu finden, blieb er ſtehen, um zu hören, was folgen würde.

„Wie kam es, daß Sie von uns getrennt wurden?“ fragte Hildegarde.

„Ich habe einige Freunde an der Kirchthüre ge⸗ troffen und mich im Geſpräch mit ihnen verweilt,“ ant⸗ wortete die Stimme franzöſiſch.

„Sie müſſen völlig durchnäßt ſein.“

„Durchaus nicht.“

Hildegarde lachte.

„Sie glauben mir nicht! Fühlen Sie meinen Arm — nicht einmal feucht!“

Es erfolgte eine Pauſe — vielleicht wurde der Arm befühlt — der mitternächtige Doppelgänger dämpfte ſeine Stimme und ſprach eifrig.

Hamilton rückte einige Stufen hinauf und hörte die Schlußworte.

„Gewiß, gewiß, wenn Sie mich als Freund be⸗ trachten, werden Sie mich den wahren Stand der Sache wiſſen laſſen. Iſt es Freundſchaft für Fräulein von Hoffmann, die Sie in der letzten Zeit bewogen hat, Ihren Couſin mit einer — ich darf es wohl ſagen —

ſo übertriebenen Sorgfalt zu vermeiden?“ Mit übertriebener Sorgfalt!“ wiederholte Hilde⸗

garde ſichtlich erſtaunt. „Nun, nun — achten Sie nicht darauf — wir

haben keine Zeit, die Worte jetzt abzuwägen; aber ſagen Sie mir ſchnell, geſchah es Ihrem Vater zu lieb —