Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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zu gehen, und die Unterhandlungen einzuleiten. Ich bin entſchloſſen, den Dienſt auf alle Fälle zu verlaſſen; denn ich habe keine Luſt, in Landſtädten in Garniſon zu liegen, und in München zu bleiben, iſt unmöglich. Was ſind alle meine Entſchlüſſe, wenn ich ſie hier ſehe 2 und jederzeit ſehe ich ſie — wenn auch ungeſehen von ihr oder ihrer Familie.“

„Sie ſind dieſen Abend in der Straße geweſen; ich weiß es. Sie erkannte ſogleich Ihren Mantel.“

„Meinen Mantel, — ach, ſehr wahr — ich muß mir einen andern anſchaffen. Adieu Hamilton, ich will Sie nicht länger im Regen aufhalten, — wir werden uns vor meiner Abreiſe kaum noch einmal ſehen —“

Schreiben Sie mir, Zedwitz. Ich möchte gerne wiſſen, wo Sie zu finden ſind. Vielleicht ſchließe ich mich im Frühjahr Ihnen an.“

„Sie werden von mir hören,“ ſagte Zedwitz, indem er ſeine Hand faßte und ſie feſt hielt. „Noch ein Wort — verſprechen Sie mir, gegen Hildegarde ehrenhaft zu handeln und deren iſolirte Lage nicht zu benützen, wenn ihre Schweſter das Haus veriaſſen hat.“

„Ich habe nie daran gedacht, anders zu handeln,“ erwiederte Hamilton ruhig.

„Ich muß mit dieſer Antwort zufrieden ſein,“ ſagte Zedwitz, indem er ſeinem Freunde die Hand ſchüttelte und davon eilte.

Es war zu ſpät, die Roſenbergs einzuholen; deſſen⸗ ungeachtet ging Hamilton ſchnell nach Hauſe. Er war erſtaunt, die Hausthüre offen, die Treppe ganz dunkel zu finden, während mehrere Perſonen in verſchiedener Entfer⸗ nung von einander auf derſelben im Geſpräch begriffen waren. Im dritten Stock verſicherte Walburg, welche die Thüre zu der Roſenberg'ſchen Wohnung zu öffnen bemüht war, laut ihrer Herrin, daß, als ſie das Haus mit den Regenſchirmen verlaſſen, die Lampe noch gebrannt habe — und von ihr, als ſie die Treppe hinabgegangen, noch

geputzt worden ſei. Hamilton begann, — den Gang