gungen waren ſo ſanft, daß es ihr gelang, ohne i
Pildegarde trat an das Fenſter, hielt die Hände an ihre beiden Schläfe und verſuchte, in die Finſterniß hinaus⸗
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einem gemiſchten Ausdruck von Munterkeit und Neu⸗ gierde darüber hinweg von einer Schweſter auf die an⸗ dere. Creſcenz ſchien verlegen, aber es lag nicht eine Spur von Widerwillen oder Unmuth in dem Blick, den ſie auf den Schläfer warf. Sie beugte ſich zu ihrer Schweſter hinüber und ſagte flüſternd:
„Wenn ich es nur machen könnte, ein Sophakiſſen auf die Stuhllehne zu legen.“
„Ein vortrefflicher Gedanke,“ ſagte Hildegarde, in⸗ dem ſie eines nahm und ſich anſchickte, ihrer Schweſter beizuſtehen.
„Gib mir das Kiſſen und Du hebſt ihm den Kopf auf,“ ſagte Creſeenz ſchüchtern.
„Nein, meine Liebe, das iſt Dein Amt,“ ſagte ihre Schweſter halb lachend.
„Aber wenn er aufwacht?“ rief Creſeenz, zurück⸗ retend.
„Er wird ſchwerlich böſe werden,“ ſagte Hilde⸗ garde, indem ſie mit dem Kiſſen näher trat.
Creſcenz nahm es ihr ab und begann es zwiſchen ſeinen Kopf und den Stuhl zu ſchieben, — ihre Bew
zu wecken — ſein Mund ſchloß ſich mit einem leichten Ruck, während er ein Grunzen ſchläfriger Zufriedenheit ausſtieß, da das Kinn auf die Bruſt fank.
Nichts konnte weniger anziehend ſein, als Major ½ Stultz's Geſicht in dieſem Augenblick, mit ſeinen aufge⸗ — dunſenen, purpurrothen Backen und dem runzeligen Dop⸗ pelkinn — aber Creſcenz ſah ihn nicht; mit einem gutmüthi⸗ gen Lächeln verſuchte ſie es, ihm das untergelegte Kiſſen noch beſſer zu richten und blieb dann mit all der unbe⸗ weglichen Heiterkeit einer Karyatide hinter ihm ſtehen.
zuſchauen. „Wir bekommen Regen, fürchte ich,“ be⸗ merkte ſie gegen Hamilton, der ihr gefolgt war. Er öffnete das Fenſter — es war eine kalte, un⸗


