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„Aber der Ring war noch an meinem Finger, und vielleicht dachte ſie —“
„Was?“ fragte Hamilton lachend, als er Hilde⸗ gube folgte und das Stück Kuchen, um das er bat, erhielt.
Madame Luſtig, die ſeine Nähe nicht bemerkte, äußerte gegen Doktor Berger:
„Ihre Frau läßt ſich heute Nacht mit dieſem jun⸗ gen Engländer recht ein!“
„Das iſt ihre Art ſo,“ bemerkte er achſelzuckend, „Widerſtand macht ſie nur ſchlimmer, ſo gebe ich mir gewöhnlich den Schein, als merkte ich es nicht. Jeden⸗ falls habe ich ſchon längſt entdeckt, daß des Engländers Herz und Sinn ganz anderswo iſt, ſelbſt wenn er ſchein⸗ meiner Lina vollſtändig in Beſchlag genommen wird.
Hamilton ſah Hildegarde an und glaubte etwas gleich einen Lächeln um ihre Mundwinkel ſpielen zu ſehen, als ſie ſich abwendete. Er ging langſam zu ſeinem Sitz zurück und begann ſeinen Kuchen mit einem Eifer zu verzehren, der ſeiner lebhaften Nachbarin bald an⸗ ſtößig wurde.
„Ich vermuthe, ſie hat Ihnen verboten, mit mir länger zu reden?“ bemerkte ſie nach einiger Zeit.
„Meinen Sie Madame Luſtig?“
„Madame Papperlapapp! — Sie wiſſen, daß ich Hildegarde meine.“
„Sie hat mir kein Wort geſagt.“
„Vielleicht war ein Blick hinreichend?“
„Sie hat mich gar nicht angeſehen.“
„Aber Sie haben ſie angeſehen?“
„Ohne Zweifel — ich ſehe ſie gerne an und auch Sie, wenn Sie nichts dagegen haben.“
„Ich ſehe, daß ich Sie bei dem Doktor verklagen muß, und ich kann Ihnen ſagen, er iſt zu Zeiten ſchreck⸗ lich eiferſüchtig.“ *


