Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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nicht im Stande iſt, mir ſolche Präſente zu machen, wie Ihre Schweſter von Major Stultz bekommen hat. Wir hätten beſſer daran gethan, nicht zu Ihrer Weihnacht⸗ beſcherung zu kommen; ich hatte keine Idee davon, daß ſie ſo prächtig ausfallen würde.“

„Das iſt eine Liebhaberei, die Papa und Mama mit einander gemein haben,“ antwortete Hildegarde, „aber Creſcenz's Brautſchaft hat ſie wahrſcheinlich ſo ungewöhnlich glänzend gemacht. Ihr Baum iſt aber gewiß auch recht hübſch geweſen. Warum haben Sie uns nicht eingeladen, ihn anzuſehen?“

„Oskar wollte es nicht haben — und er hat mir verboten zu ſagen, daß dieß Armband von ihm wäre, als Creſcenz mir die ihrigen zeigte. Ich hoffe, er denkt nicht, ich erwarte oder wünſche ſolche Präſente, wie ſie empfangen hat. Beiläufig, ſagen Sie doch Ihrer Mut⸗ ter, daß ſie keine Bemerkungen mehr macht, wenn ihr zuweilen Etwas ſonderbar vorkommt, denn die Mama, die, wie Sie wiſſen, zuerſt unſere Heirath ſo ſehr wünſchte und förderte, ſucht ſie neuerdings nnter allen möglichen Vorwänden wieder abzubrechen. Hätte nicht Oskar's Vater ſo außerordentliche Geduld mit ihr, ich glaube, mit unſerem Verhältniſſe wäre es ſogleich zu Ende. Ich darf ihr nicht einmal ſagen, wie düſter und unzu⸗ frieden er in der letzten Zeit geworden iſt: ſie würde es der Vorliebe zuſchreiben, die er, wie ſie vermuthet, für Sie hat, und ich kann ihr nicht beweiſen, daß dieß eine Albernheit iſt, obwohl ſie einzuſehen anfängt, daß dieſe Neigung von Ihrer Seite nicht erwiedert wird. Ma⸗ dame Berger hat verſucht, ſie aufzuklären —“

„Indem ſie ihr höchſt wahrſcheinlich recht ſchlimme Dinge von mir erzählt hat,“ bemerkte Hildegarde.

„Sie erzählte uns dieſen Morgen eine lange Ge⸗ ſchichte von dem gutmüthigen Grafen von Zedwitz, an der ich nichts glaube, als daß er Sie zu heirathen ſeine Familie aber vielleicht gegen dieſe Parthie Widerſpruch einlegte, und ſie ſchloß mit der Verſiche⸗