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prächtigen Schmuck ihr der Major ge eben hat? Und die drei Armbänder? Und dann ſolche herzige Kaffee⸗ löffel, wie ihr ihre Pathe von Augsburg geſchickt hat — und Creßy iſt ſo kindiſch, daß ſie ſich gar nichts aus den Löffeln macht.“
Madame Roſenberg ging im Zimmer herum und vertheilte Bonbons und kleine Geſchenke, die manchmal große Heiterkeit verurſachten, wenn ſie eine Anſpielung auf wohlbekannte Schwächen oder Eigenthümlichkeiten enthielten. Die Kerzen am Baume waren faſt ganz herabgebrannt. Roſenberg befahl dem alten Hans, ſie auszulöſchen, und nachdem man Lichter auf den Tiſch geſtellt hatte, ließ man die Kinder beim Spiel mit ih⸗ ren neu erhaltenen Schätzen, und der Reſt der Geſell⸗ ſchaft begab ſich nach dem Empfangzimmer.
Jedermann ſchien glücklich, außer Raymund, der mit geröthetem Geſicht und gerunzelter Stirne den ihm neben ſeiner Braut angewieſenen Platz einnahm und von Zeit zu Zeit ſeine mißvergnügten Bemerkungen ihr in's Ohr flüſterte. Aber ihre gutmüthigen, lachenden Antworten ſchienen nur Oel in das bösartige Feuer zu gießen, das in ſeinem Innern brannte. Zuletzt ſprang er plötzlich vom Stuhl auf eilte, unter dem Vorgeben dringender Geſchäfte in der Kaſerne, ohne weitere Um⸗ ſtände aus dem Zimmer und ſchleppte nachläſſig ſeinen Säbel auf der Hausflur nach.
„Nun,“ ſagte Madame Roſenberg, als ſie einen hübſch verzierten Kuchen in nette Stücke zerſchnitt, „nun, wir können auch ohne ihn auskommen, da der Major wieder da iſt und ſeinen Platz beim Whiſt oder Tarok einnehmen kann, aber ich vermag mir nicht vorzuſtel⸗ len, was ihn ſo verſtimmt hat.“
Wer iſt verſtimmt?“ fragte Frau von Hoffmann, die, wie gewöhnlich, nur die letzten Worte gehört hatte.
„Niemand, Mama,“ antwortete ihre Tochter ſchnell. „Der arme Oskar!“ ſetzte ſie, zu Hildegarde gewendet, hinzu; „ich glaube, er iſt verdrießlich darüber, daß er


