Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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„Wenn das der Fall iſt,“ ſagte Madame Roſen⸗ berg leiſe zu ihrem Mann, „ſo könnte vielleicht —“

„Babette!“ rief er, „Du kennſt den Werth einer Uhr wie dieſe nicht.“

„Engländer bringen den Werth nicht ſo in An⸗ ſchlag, wie wir — ich dachte nur, wenn Herr Hamil⸗ ton ſie wirklich für Hildegarde gekauft hat und nicht ſelbſt benützen kann, würde es widerwärtig ſein, wenn ſie dieſelbe ausſchlüge.“

„Wahrhaftig, ſehr widerwärtig!“ rief Hamilton eifrig.

Madame Roſenberg nahm ihren Mann bei Seite und begann eine flüſternde Erörterung. Hildegarde

lehnte in peinlicher Verlegenheit an ihrem Tiſch, wäh⸗ rend Hamilton ruhig eine lange, goldene Kette aus

der Taſche zog, die er vorher nicht zu zeigen gewagt hatte, und ſie an der Uhr befeſtigte.

„Ich werde ſie nicht annehmen dürfen,“ ſagte Hilde⸗ garde kopfſchüttelnd.

„Sie werden es“ ſagte Hamilton.

Er hatte Recht; ihr Vater gab widerſtrebend, halb ärgerlich ſeine Einwilligung.

„Ich danke Ihnen! O, ich danke Ihnen,“ rief Hamilton mit ſolcher Wärme, daß Madame Berger

von der andern Seite des Zimmers herbei gehüpft kam

und ausrief:

„Ich muß beſtimmt wiſſen, was Hildegarde Ihnen gegeben hat, weil Sie ſo ungemein erfreut ſcheinen.“

„Das iſt ein Geheimniß,“ ſagte Hamilton, indem er ſich lachend abwendete, während ſie ihn mit ihren Vermuthungen verfolgte.

„Auf alle Fälle iſt es nicht der halbfertige Reiſe⸗ ſack, denn dieſen könnten Sie nicht in Ihre Taſche ſtecken; ebenſo wenig eine Börſe oder ein Cigarren⸗Etui. O, ich weiß — ein Paar Pantoffeln, oder eine auf Seidenſtramin geſtickte Brieftaſche. Sie können es mir

recht wohl ſagen, denn ich werde es jedenfalls von

Creſcenz erfahren! Haben Sie geſehen, was für einen

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