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verſchiedenſten Farben behangen und wie von Edelſtei⸗ nen funkelnd, da jene in dem Lichte der Hunderte von Wachsterzchen wiederſtrahlten, die an den dunkelgrünen Zweigen in deren Nachbarſchaft befeſtigt waren. An der Spitze des Baumes war ein kleiner Engel, in Gold und Silber gekleidet, und auf dem Mooſe, das den Fuß deſſelben bedeckte, ein Wachskindlein, von Lämmern um⸗ geben. Der Tiſch ſelbſt war mit Spielſachen aller Art beladen, von Zeichenbüchern und Farbenſchachteln für Fritz bis zu Trommeln und Trompeten für Peppi. Noch waren zwei andere Tiſche da, mit kleineren Bäu⸗ men, zu welchen Madame Roſenberg Hildegarde und Creſtenz führte. Der Lärm war ungeheuer, Jedermann ſprach und Niemand hörte; ſelbſt der alte Hans und die Köchin waren nicht vergeſſen; ſie ſtanden mit ihren Weihnachtsgaben und Lebkuchenpakets als lachende Zu⸗ ſchauer an der Thüre.
Hamilton erhielt ein Cigarren⸗Etui von Madame Roſenberg, das ſie während ſeiner Abweſenheit mit großem Fleiß für ihn gearbeitet hatte, und von Cres⸗ cenz eine ſcharlachrothe Börſe mit ſchimmernden Stahl⸗ perlen; dieſe machte er zu einem beſondern Gegenſtand ſeiner Bewunderung, während Major Stultz ihm be⸗ merkte, er bekäme halb Luſt, eiferſüchtig zu ſein da ſie viel ſchöner wäre, als diejenige, welche ſie für ihn ge⸗ macht hätte. Die Geſchenke, welche Hamilton dagegen gab, wurden mit der beſten Miene von der Welt an⸗ genommen, und er unterhielt ſich jetzt damit, Creſcenz's Geſicht zu beobachten, als ſie die verſchiedenen Pakete öffnete und den Inhalt der zahlreichen Schachteln und Käſtchen auf ihrem Tiſche in Augenſchein nahm. Einige natürliche Täuſchung gab ſich zuweilen zu erkennen, wenn, anſtatt der erwarteten Schmuckſachen, reſpektable Reihen von Meſſern und Gabeln ihren begierigen Au⸗ gen ſich darboten; endlich aber enthüllte ein Etui von
rothem Maroquin ſolche Schätze, daß Hamilton, nach
dem er ihre Ausdruͤcke des Entzückens einige Minuten


