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„Ich meine, daß Theodor ihre Liebe mit der Ver⸗ achtung, die ſie verdient, behandeln wird.“
Hamilton ſchüttelte den Kopf und lachte etwas ironiſch.
„Wie lange ſollen wir noch im Finſtern bleiben?“ fragte Roſenberg von der andern Seite des Zimmers. „Bitte, Babette, vergönne uns wenigſtens ein paar Lichter, damit wir nicht geblendet werden, wenn der Si Deines Baumes unſere erſtaunten Augen rifft
Die Lichter wurden nur ungern bewilligt, und Madame Roſenberg verließ geheimnißvoll mit Madame Luſtig das Zimmer.
„Hieher, Kinder!“ rief Roſenberg. „Wir wollen unſern Poſten an der Thüre nehmen, damit wir zuerſt hinein kommen.“
Doktor Berger näherte ſich Hamilton und begann ein Geſpräch über die verſchiedenen Arten der Weih⸗ nachtsfeier in verſchiedenen Ländern und den Gebrauch, um dieſe Zeit oder am Neujahrstage einander Geſchenke zu geben, während Hamiltons Augen unwillkürlich nach Hildegarde hinüberſtreiften, die an dem andern Ende des Zimmers mit Raymund und Fräulein von Hoffmann ſaß und eifrig mit letzterer ſprach, ohne zu ahnen, daß ihr Couſin ſie mit einer Bewegung anſtarrte, welche ſein ſanguiniſches Temperament durch den raſchen Wechſel der Farbe verrieth, obgleich er ſcheinbar keinen Antheil am Geſpräche nahm.
Endlich ertönte die Klingel und die Thüre nach dem Schulzimmer that ſich weit auf. Die Kinder ſtürz⸗ ten mit einem Freudengeſchrei hinein, und etwas ſtür⸗ miſch folgten ihnen ihr Vater und die andern Gäſte. Hamilton war der Letzte und hatte mehr Zeit, ſeine Augen an den Lichtglanz, dem ſie ausgeſetzt werden ſollten, zu gewöhnen. In der Mitte des Zimmers ſtand ein großer runder Tiſch, auf dem ſich ein großer Tan⸗ nenbaum befand, mit einer Maſſe von Bonbons der


