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worin ihm dieſer erklärte, daß ſeines Sohnes Rang und Vermögen ihn berechtige, ſich nach einer Frau un⸗ ter den erſten Familien Deutſchlands umzuſehen und — eine Heirath mit Fräulein Roſenberg jetzt und für alle Zeit eine Sache der Unmöglichkeit ſei. Er nehme an, daß Herr Roſenberg ein anderes Verhältniß für ſeine Tochter nicht wünſchenswerth finde, und derſelbe würde darum beſſer thun, ſich mit ihm dahin zu vereinigen, jeder ferneren vertrauten Beziehung ein Ende zu ma⸗ chen. Dieß und einige andere Impertinenzen derſelben Art brachten ſelbſt den guten, ruhigen Roſenberg in Wuth, und er beſtand darauf, daß Hildegarde den Gra⸗ fen Mar abweiſe — wenn man es eine Abweiſung nen⸗ nen kann, — wo das Heirathen eine Chimäre war!“
„Nicht ſo ſehr Chimäre, als Sie denken,“ ſagte Hamilton, „denn Zedwitz hatte die nöthige Caution herbeigeſchafft — wie ich zufällig weiß, da er es mir in Edelhof ſelbſt geſagt hat — und ſein Vater kann ihn nicht enterben —“
„So! Nun, wenn das der Fall iſt, ſo hätte Herr Roſenberg ebenſo gut den Schimpf — nämlich den Brief in die Taſche ſtecken und ſeine Tochter ihn heirathen laſſen können. Vielleicht wünſcht er, nachdem ſein Zorn abgekühlt iſt, er hätte anders gehandelt, oder wenig⸗ ſtens, er hätte für die Wiederanknüpfung der Affaire ein Thürchen offen gelaſſen.
„Hildegarde hat ihrem Vater zu Gefallen ein großes Opfer gebracht.“ „
„Nicht ſo groß, als Sie vermuthen; denn Cres⸗ cenz hat mir erzählt, ſie ſei über den Brief ebenſo zor⸗ nig, als ihr Vater geweſen.“
„O, daran zweifle ich nicht; aber dennoch war das Opfer groß.“
„Sie meinen in Bezug auf ſeinen Rang oder ſein Vermögen, das ſein geiziger alter Vater ſtets vergröſ⸗ ſert? Hildegarde hat eine ſo überſpannte Idee von ihrer Schönheit, daß ſie ſich einbildet, einen S Zedwitz,


