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„Meinen Sie? Wenn Alles ausgeht, wie die Zed⸗ witz'ſche Geſchichte, würde es beſſer für ſie ſein, auf etwas. Vernünftigeres ihr Augenmerk zu richten. Si wiſſen,“ fügte ſie, ihre Stimme zu einem vertrauliche⸗ ren Flüſtern dämpfend, „Sie wiſſen, daß dieſelbe zu Seon und auch hier den Grafen Mar Zedwitz auf all mögliche Weiſe aufgemuntert hat; im Kreuzgange mit ihm zuſammengekommen und täglich zu Seon neben ihm bei Tiſche geſeſſen iſt, und ihm hier jedesmal Nach⸗ richt gegeben hat, wenn ſie einen Spaziergang vorhatte.“
„Ich denke,“ erwiederte Hamilton, „Sie ſind ziem⸗ lich im Irrthum, wenn Sie vorausſetzen, daß ſie —“
„O, ich bin durchaus nicht im Frrthum. Sie hat ihn auf die liſtigſte und überlegteſte Weiſe ſo verliebt gemacht, daß er ſich wirklich in den Kopf ſetzte, ſie zu heirathen. Eine ſolche Idee, denken Sieſ und ſein Vater Georgsritter u. ſ. w.“
„Ich wußte nichts davon, daß es einen Unterſchich ausmachte, wenn ſein Vater Georgsritter war.“ 3
„Was! wenn man ſechszehn Ahnen auf beiden Sei ten nachweiſen kann! Wenn Graf Max Georgsritt werden kann, ſobald es ihm beliebt! Während ſein Heirath mit einer Perſon, die nicht von Adel iſt, ſein Kinder und Kindeskinder des Anſpruchs auf einen O den verluſtig machen würde, den man nur unter dieſt Bedingung erhalten kann!“
„Ah, ich verſtehe!“
„Hildegarde,“ fuhr Madame Berger fort, „iſt im mer verzweifelt ſtolz geweſen, und ihr größter Ehrgei iſt, einen Mann von Rang zu heirathen. Es muß J mand Graf oder wenigſtens Baron ſein, ehe ſie ihn füt würdig hält, von ihm Notiz zu nehmen. Nun, ſo ein Mann, wie Graf Zedwitz, war es gerade, was ſe wünſchte, und ſte überredete ihn, ihr in einem Briefe förmlich ſeine Hand anzubieten; den zeigte ſie trium phirend ihrem Vater, der jedoch um dieſelbe Zeit einen wüthenden Brief von dem alten Grafen erhalten ſ⸗


