Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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16 Vierundzwanzigſtes Kapitel.

Der Chriſtbaum und die Mitternachtsmeſſe.

Die Boffmanns erſchienen und mit ihnen Graf Raymund. Hamilton beobachtete, wie der Letztere von Hildegarde aufgenommen wurde, und fand, da er die drei Wochen, welche er in Edelhof zugebracht hatte, vergaß, zu ſeiner Ueberraſchung, daß ſie ihren Couſin ohne die geringſte Verlegenheit aufnahm; auch bemerkte er, daß Rahmund es verſtanden hatte, ſich bei Madame

tritt mit vertraulichem Kopfnicken, und das Benehmen der Kinder (kein ſchlechtes Kennzeichen für einen inti⸗ meren Verkehr) überzengte ihn, daß Raymunds Be⸗ e während ſeiner Abweſenheit zahlreich geweſen ſein mußten.

Fritz lächelte ſchelmiſch und grüßte militäriſch, in⸗ dem er mit der Hand an die Stirne fuhr; Guſtel packte ihn mit ſeiner gewöhnlichen Unart am Rock und be⸗ gann ſich daran hin und her zu ſchwenken, während Peppi ſich des abgeſchnallten Säbels bemaͤchtigte und darauf im Zimmer herumritt, bis ſeine Mutter über den Lärm böſe wurde und ihm denſelben mit Gewalt nahm und, indem ſie ihn mit ſeinem Bruder Guſtel in's nächſte Zimmer ſchob, erklärte, wenn ſie ſich ſo un⸗ gezogen aufführten, ſo würde das Chriſtkindlein an ihrem Hauſe vorüber gehen und ihnen weder Weih⸗ nachtsgaben noch Bonbons bringen.

„Wiſſen Sie,“ ſagte ſie zu Graf Rahmund gewen⸗ det, „daß Herr Hamilton ganz entſetzt darüber iſt, daß

Kindern ſolche Brſhichtchen vormache; er ag —

Aber der Eintritt der Bergers und der Madame Luſtig gab ihren Gedanken eine andere Richtung. Die Letztere war eine rothwangige, ſtarke, luſtig ausſehende Wittwe von wenigſtens fünfzig Jahren; ihre Naſe war

. Roſenberg in Gunſt zu ſetzen; ſie grüßte ihn beim Ein⸗

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