15 —
Pin wiſſen noch nicht, wann der erſte Muſeumsball ſtatt⸗ ndet.“ „Bah, Unſinn! Sie kann nach unſerer Hochzeit auf den Ball gehen, gerade ſo gut, wie vorher, nicht wahr, Creſcenz?“
Creſeenz zeigte ein nichtsſagendes Lächeln, und Hilde⸗ arde gab dem Geſpräch eine andere Wendung, indem e ihrer Mutter erzählte, daß die Hoffmanns um Erlaubniß gebeten hätten, Abends zu der Chriſtbeſchee⸗ rung zu kommen und die Geſchenke mit anzuſehen.
„Du haſt ſie natürlich eingeladen. Die Bergers komnen auch und die alte Madame Luſtig; ich habe ſie deßwegen eingeladen, weil ich ſie bitten will, Euch Alle nächſten Monat einige Tage unter Aufſicht zu neh⸗ men, da ich meinem Vater verſprochen habe, ihn auf dem Eiſenwerke zu beſuchen. Außerdem hat ſie ſich viel Mühe gegeben, Näherinnen für Creſcenz zu ſuchen und dergleichen mehr; ich erwarte, daß ſie ſich erbieten wird, heute Nacht hier zu bleiben und auf die Kinder Acht zu haben, bis wir von der Mitternachtsmeſſe zurück⸗ kommen. Ich hoffe, Major, daß Sie bis zwölf Uhr wach bleiben können.“
„In Creſeenz's Geſellſchaft kann ich für mich ſtehen, ſonſt muß ich bekennen, betrachte ich neun Uhr als die vernünftigſte Stunde zum Schlafengehen.“
„Aber Sie gehen doch mit uns, die Hochmeſſe um Mitternacht zu hören, nicht wahr?“
„O natürlich.“ „Kommt, Mädchen, helft mir, Alles zum Thee zu richten; dießmal wollen wir Herrn Hamilton nicht zum Theemachen verwenden; er kann fuͤr uns den langen Tiſch aus dem nächſten Zimmer tragen helfen.“ Hamilton und Major Stultz trugen den Tiſch her⸗ ein und bald war Alles für die erwarteten Gäſte in Bereitſchaft geſetzt.


