Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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„In dem Schulzimmer; aber Sie dürfen nicht hoffen, hineinzukommen, beide Thüren ſind geſchloſſen.

„Was glauben Sie, daß Ihnen das Cyriſtkindlein bringen wird?“ fragte Peppi, indem er ſich Hamilton vertraulich näherte. „Haben Sie auch, wie Guſtel, eine Liſte unter Ihr Kiſſen gelegt? das nächſte Jahr, wenn ich ſchreiben kann, werde ich mir recht viele Sachen wünſchen. Trompeten und Trommeln und Hanswurſte. Was glauben Sie, daß Sie bekommen?“

„Wahrſcheinlich Bonbons.“

„Und noch etwas dazu,“ ſagte Guſtel mit dem Kopfe nickend.

„Du haſt verſprochen, nichts zu ſagen, rief Fritz, indem er ſich drohend ſeinem Bruder näherte.

„Glaube nicht,“ rief Guſtel keck, „weil Du eine Uniform trägſt, fürchte ich mich vor Dir. Ich werde ſagen, was mir beliebt.“

Fritz packte ihn beim Kragen, Guſtel ſchleuderte ſeinen Arm weg und es erfolgte eine ordentliche Bal⸗ gerei. .

„Hildegarde hat den Reiſeſack nicht fertig,“ ſchrie Guſtel zornig, und Papa ſagt, es wäre eben ſo gut, da es kein beſonders artiges Geſchenk ſei.“

Dieſen Augenblick traten Hildegarde und Creſcenz in's Zimmer.

„Hinausgejagt! Hinausgejagt!“ riefen Fritz und Guſtel, indem ſie einmüthig ihre Schweſtern angriffen.

Hildegarde lächelte, Creſcenz bemerkte erröthend, es wäre Alles ſchon fertig und nichts mehr zu thun.

„Und doch hinausgejagt,“ ſagte Fritz, „ob Du gleich beinahe ſechszehn biſt und bald heiratheſt. Ha, ha, ha!“

„Es iſt ſehr unartig von Dir, Fritz, daß Du im⸗ mer von meiner Heirath ſprichſt, da Du doch weißt, daß ich das nicht gern habe.“

„So! Habe ich nicht letzten Sonntag, da ich zu Hauſe war, geſehen, wie Du und Lina Berger mit einander groß thatet? Euch Beiden ſchien Hildegarde