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ich mein erſtes Ballkleid und einige Bücher bekommen werde. Mama hat mir einen eigenen Baum verſpro⸗ chen und ſo werde ich Ihnen vielleicht von meinen Bon⸗ bons geben“
„Wie wünſche ich, daß der Morgen ſchon da wäre!“ rief Guſtel.
„Ich wünſche, daß das Eſſen auf dem Tiſch wäre!“ ſagte Roſenberg, „obwohl wir jetzt nichts als Kalb⸗ leiſch zu eſſen bekommen, weil meine Frau vas für eine Art von Präſervativ gegen die Cholera hält.“
„Du fürchteſt Dich gerade ſo vor der Cholera, wie ich, Franz,“ ſagte ſie und ſetzte dann flüſternd gegen Hamilton hinzu, „er lacht mich aus, nimmt aber jede Nacht Tropfen und Pillen. Während Sie in Edelhof waren, haben wir einige Secenen gehabt, die Sie viel⸗ leicht beunruhigt hätten. Anfänglich glaubte ich, die Cholera zu haben. Dann zog ſich die Köchin dadurch ein Unwohlſein zu, daß ſie die Aepfel aß, die ich ihr gegeben hatte, damit die Kinder nicht darnach fragen möchten. Dann Peppi —“
Das Mittageſſen iſt auf dem Tiſch,“ rief der alte Fau⸗ indem er bloß ſeinen grauen Kopf in's Zimmer
reckte.
„Gut,“ rief Roſenberg, „und nun bitte ich, daß die Cholera nicht mehr unter uns erwähnt wird. Eine S von ſechs Kreuzern, ſo oft das Wort genannt wird.“ S „O, daß man das Wort Cholera nicht ſagen ſoll,“ begann ſeine Frau.
„Eine Strafe, eine Strafe,“ rief Roſenberg, „das Geld muß in eine Büchſe gelegt und den Armen ge⸗ geben werden.“
„Mein Himmel,“ rief Creſcenz, „da muß ich mich recht in Acht nehmen, ſonſt geht all' mein Taſchengeld an die Cho—“
Hildegarde's Hand lag auf ihrem Munde, ehe das Wort ausgeſprochen war. Die kleinen Knaben ſchlugen
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