Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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fliegen und die Lichter anzuzünden und mir eine Flinte 23 einen Wagen und Bonbons und Lebkuchen zu ringen.“

„Morgen iſt der Heilige Abend,“ ſagte Madame Roſenberg, „ein großer Tag für uns. Capitän Smith hat mir geſagt, daß Sie ihn nicht ſo, wie wir, feiern. Was Guſttel betrifft,“ ſetzte ſie ſtüſternd hinzu, „ſo iſt er ein kleiner, ſchlauer Burſche und hält nur die Hälfte von dem, was er ſage, für wahr. Peppi hat immer noch den unſchuldigen Glauben der Rindheit. Ich meines⸗ theils war des feſten Glaubens, daß Jeſus mir alle meine Weihnachtsgeſchenke bringe, bis ich das zehnte Jahr erreichte. Aber jetzt kann man den Kindern nicht mehr ſo leicht glauben machen, was wir ſagen.“

„Die Vorſtellung gefällt mir nicht ganz,“ ſagte Hamilton. „Dergleichen Redensarten kommen mir un⸗ ehrerbietig vor und verſetzen Sie in die Nothwendigkeit, den Kindern eine Menge Unwahrheiten zu erzählen.“

„Ah bah!“ rief Madame Roſenberg lachend, „Sie haben alle in dieſer Hinſicht etwas Beſonderes.“

„Ich glaube,“ bemerkte ihr Mann, „ſo lange, als ſie es glauben können, mögen ſie es thun, und wenn es damit ein Ende hat, denken ſie natürlich, daß Gott uns die Mittel zu Erfüllung ihrer Wünſche geſchenkt hat und die Gaben demnach doch von ihm kommen.“

„D, wie freue ich mich dieſes Jahr auf meinen Chriſtbaum,“ rief Creſeenz.

„Das iſt natürlich,“ ſagte Madame Roſenberg, „da Du weißt, daß Du ſo viele chenke erhältſt. Der Major kommt morgen wieder, um Dir die goldene Kette und den Topasſchmuck, den er Dir verſprochen hat, zu überreichen, und vielleicht bringt er Dir auch etwas von ſeiner Schweſter aus Nürnberg mit.“

„Und was erwarten Sie zu bekommen?“ ſagte Hamilton zu Hildegarde gewendet.

„Ich weiß nicht,“ fagte ſie mit einem lächelnden Blick auf ihren Vater, „aber ich habe die Idee, daß