Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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4 —

Graf Zedwitz kommt die Treppe herauf! und Creſcenz verſteckt ſich hinter der Küchenthüre! und Walburg iſt mit Guſtel in die Schule gegangen! und Doctor Ber⸗ ger iſt in Hildegarde's Zimmer! und Papa zieht ſeinen Rock an und will, daß Du zu ihm kommen ſollſt!“

„Nun, haſt Du noch andere Neuigkeiten zu mel⸗ den, ehe ich gehe?“ ſagte ſeine Mutter, indem ſie ihren Schlüſſelbund vom Frühſtücktiſche nahm. „Guten Mor⸗ gen, Graf Zedwitz — Sie müſſen mich entſchulvigen — Doctor Berger iſt da — und —“

„Hoffentllich doch Niemand unwohl?“ fragte Zedwitz.

„Hildegarde iſt unwohl,“ erwiederte Hamilkon, „haben Sie nichts dagegen, wenn wir warten und hören, was der Dortor ſagt?“

„Ganz im Gegentheil,“ ſagte Zedwitz, indem er in ſichtbarer Unruhe ſich ſetzte.

„Inzwiſchen kann ich Hans ſagen, daß er mein Gepäck hinabträgt.“

Hans wurde mit dem Koffer, Reiſeſack und Toiletten⸗ Neceſſaire hinabgeſchickt; aber Hamilton wartete, anſtatt zu ſeinem Freund zurückzukehren, bis Madame Roſen⸗ berg und der Doctor Hildegarde's Zimmer verlaſſen hatten und den Gang mit einander hinaufzogen. Einen e nachher war er an der Thüre und hatte geklopft.

„Herein!“ ſagte Hildegarde faſt munter. Ich bin nicht ſo krank, als Du deniſt!“

„Das freut mich ſehr, zu hören,“ ſagte Hamilton, indem er mit dieſen Worten eintrat.

„— Ich — ich erwartete Papa,“ ſagte Hildegarde tief erröthend. „Ich habe mehr als halb vermuthet, daß die Er⸗ laubniß zum Eintritt nicht mir galt,“ ſagte Hamilton. „Aber ich kann Sie wirklich nicht verlaſſen, ohne für eine Beleidigung von geſtern Nacht Ihre Vergebung erhalten zu haben. Ich kann nicht auf ſo lange Zeit